@Bastianoso

Wie das Fernsehen nicht mit Twitter umgehen kann

Gestern Abend war ich auf einer Veranstaltung des NDR Fernsehen in Kooperation mit NJoy; dem finale des deutschen Comedy-Contest.

Das ist eine Mischung zwischen Poetry-Slam und Stand-Up-Comedy. Die Teilnehmer erzählen oben auf der Bühne ihre Witze und das Publikum stimmt ab wer gewinnt.

Wir hatten die Karten von NJoy bekommen und da es uns im Gedränge des Knust in Hamburg zu voll war, haben wir uns in den Nebenraum an die Bar gesetzt und das Spektakel per Leinwand verfolgt.

Selbstredend habe ich auch diese Veranstaltung getwittert und meine Verwunderung darüber geäußert, dass Domenica Berger (Moderatorin) und Hans-Werner Olm (Comedian & Co-Moderator) seltsame Andeutungen auf Weihnachten machten, so als wäre morgen Heilig-Abend.

Aber sei’s drum — es ist ja schließlich ein Comedy-Event.
So verfolgte ich aufmerksam die Beiträge der fünf Teilnehmer und twitterte immer brav, wer gerade dran war und was passierte — ganz normal so weit.

Nachdem alle Teilnehmer durch waren gab es eine kurze Rückschau und die Abstimmung des Publikums begann.
Jeder bekam am Eingang eine güldene Christbaumkugel, die in den Teilnehmern zugeordnete Behältnisse eingeworfen werden sollten. Der Teilnehmer mit den meisten Kugeln gewinnt.

Zur Wahl standen Stefan Waghubinger, Nico Semsrott, Ass-Dur, Malte Pieper und C. Heiland (in der Reihenfolge ihres Erscheinens).

So stürzte auch ich mich ins Gewimmel, gab meine Stimme ab und harrte der Preisverleihung entgegen.

Der Gewinner bekam den Titel „bester Comedian 201-“ und als Trophäe einen bunt blinkenden Klapptritt, die „Karriereleiter“.

Selbstverständlich twitterte ich auch gleich nach der Siegerehrung den Gewinner und publizierte die Meldung auf Facebook, schließlich war das der spannendste Teil für meine Followerschaar!

Und dann geschah folgendes: Domenica Berger wies das Publikum darauf hin, dass die Aufzeichnung dieser Sendung am 23. Dezember ausgestrahlt wird und wir bis dahin bitte niemandem sagen sollen, wer gewonnen hat.

Tja, ooops, zu spät, der Tweet war raus und wurde bereits retweeted:


DAS hätte man sehr gut auch vor der Veranstaltung kurz erwähnen können.

Was zeigt uns das?

Der NDR rechnet scheinbar nicht damit, dass im Jahre 2011 sogar auf einer Comedy-Veranstaltung schon diese sogenannten Twitterer und Blogger unterwegs sein würden. Anders kann ich mir das nicht erklären.

Wenn ich möchte, dass etwas geheim bleibt, dann weise ich die Leute denen ich es erzähle doch vorher darauf hin!
Gerade auf einer Veranstaltung, die über zwei Stunden dauert! Da muss man doch davon ausgehen, dass es Menschen gibt, die den Verlauf weitergeben.

Aus Rücksicht auf den NDR verzichte ich mal darauf, den Gewinner In meinem Blog erneut zu erwähnen — ich möchte denen die Überraschung am 23.12. ja nicht noch mehr verderben.
Wer es also unbedingt wissen möchte, schaut einfach auf Twitter 😉

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