@Bastianoso

„Stratos-Sprung“ mit Social Media Kommunikation

Der einzigartige Sprung aus der Stratosphäre auf die Erde. Wird es der längste Fallschirmsprung, der längste freie Fall eines Menschen bisher?

Am Sonntag sprang Felix Baumgartner aus luftigen 39 Kilometern Höhe aus der Stratosphäre in Richtung Erde.
2,5 Stunden dauerte der Auftrieb mit einem Helium-Ballon und binnen weniger Minuten donnerte Felix mit über 1.300 km/h zurück auf die Erdoberfläche.

Abermillionen Menschen verfolgten dieses von RedBull gesponserte Ereignis live am Fernsehen und im Internet mit. Die Welt war in Aufruhr.

Auch ich habe mir die Ballonfahrt und den Sprung angesehen. Aber ehrlich gesagt mehr aus Langeweile, denn aus ernstzunehmendem Interesse. Getwittert habe ich natürlich auch. Vor allem interessierte mich, was passiert, wenn Felix in seinem Druckanzug mal auf die Toilette muss (er hat einen Katheder anliegen) und wie die Druckkapsel wieder auf die Erde kommt (wird vom Ballon per Computer abgelöst und segelt mit Fallschirm runter).

Zurück im Arbeitsalltag begrüßt mich eine E-Mail einer mir unbekannten Dame mit dem Betreff: „Stratos-Sprung mit Social Media Kommunikation„.

Es handelt sich um eine Pressemitteilung, die wie folgt lautet (Hervorhebungen von mir):

„Stratos-Sprung“ mit Social Media Kommunikation
Power-Workshop mit Michael Ehlers und Alex Wunschel vermittelt die Basics

Berlin (17. Oktober 2012 11:30) – Was können wir von Felix Baumgartners Stratos-Sprung lernen? Und wie können wir die Ergebnisse des bisher größten Social Media Events aller Zeiten für unsere Unternehmenskommunikation 2.0 verwerten? Die Modellbaumesse Wien etwa hat den Sprung im Maßstab 1:350 nachgebaut und via Youtube binnen zwei Tagen über 260.000 Abrufe generiert.

Dies und noch viel mehr erfahren Sie im neuen Power-Workshop „Social Media Praxis V“ der Nachrichtenagentur pressetext.
Wie Pressearbeit und Unternehmenskommunikation in sozialen Netzwerken funktioniert und mit welchen Tools man konkrete Ergebnisse erzielt, darüber informieren die Top-Berater Michael Ehlers und Alexander Wunschel auf ihrer neuen Praxis-Tour durch Deutschland.

Die Termine:
05.11.12 Freiburg
03.12.12 München
04.12.12 Frankfurt
05.12.12 Düsseldorf
06.12.12 Hamburg
07.12.12 Berlin

PR- und Marketingverantwortliche erhalten im neuen Workshop Checklisten und praktische Beispiele, mit denen sie in ihrem Umfeld sofort punkten können, sagt Workshopleiter Michael Ehlers. „Die Unterlagen sind so aufgebaut, dass sie durchgearbeitet werden können wie eine How-to-do-it-Liste. Nach jeder Frage weiß der Teilnehmer, ob er den Inhalt braucht und wenn, was er genau und wie zu tun hat.

Für die meisten Unternehmen ist die Zeit der ersten Gehversuche in sozialen Netzwerken vorbei. „Jetzt geht es darum, die eingesetzten Budgets auf ihren Return on Investment zu untersuchen“, sagt der Münchner Social-Media-Berater Alexander Wunschel. „Als Unternehmen muss man relevante Inhalte liefern, sonst verpulvert man in den sozialen Netzwerken unnütze Energie. Im neuen Workshop wird das auch klipp und klar herausgestellt. Es geht um den ROI, das gibt’s nur bei uns.

[…]

Kosten: 350 Euro

Social-Media-Seminare und -Kongresse sind ja keine Seltenheit mehr und in vielen Unternehmen stoßen solche Veranstaltungen auch durchaus auf Interesse. Aber wie dreist ist es bitte, aus einem über fünf Jahre vorbereiteten Event mit einem monetären Aufwand von über € 50.000.000,- eine ach so einfache Checkliste für Social-Media-Fuzzies in Firmen zu erstellen?

Welcher dieser Social-Media-Verantwortlichen soll bitteschön mit einem Budgetwunsch von 50 Millionen Euro und einem Projektzeitraum von fünf Jahren bei seinem Vorgesetzten auflaufen und dann noch erwarten, durchgewunken zu werden?

Felix Baumgartner und sein Team haben diesen Stratosphären-Sprung nicht so lange vorbereitet um RedBull eine tolle Social-Media-Präsenz zu sichern. Diese Leute waren mit Herzblut für die Sache dabei, waren begeistert für die aberwitzige Idee und wollten ihren Pioniergeist ausleben.

Dass sich mit RedBull ein generöser Sponsor fand ist toll und RedBull hat den Buzz auch redlich verdient (wenngleich sie es nicht nötig hätten), aber diese Aktion lässt sich nicht beliebig auf andere Unternehmen übertragen, bei denen das Geld nicht so locker sitzt.

Und das ist immer noch ein Großteil der Unternehmen, die gerade erst anfangen erste Social-Media-Luft zu schnuppern.

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