@Bastianoso

John Fogerty: The Long Road Home World Tour

Die Welt-Tournee vom einstigen CCR-Frontmann hat nur zwei Termine in Deutschland – und ich werde bei einem dabei sein!

Hier nun der Bericht:

Ankunft meinerseits: 17:50 Uhr. Einlass ist um 18:00 Uhr. Die Schlange ist sichtbar lang, sie reicht bis in den Stadtpark hinein. Menschen, aus meiner Sicht vornehmlich fortgeschrittenen Alters, stehen um die besten Plätze an und begutachten jeden Passanten argwöhnisch und misstrauisch; also würde ich Ihnen den Platz wegnehmen wollen.

Ich schlendere noch ein Weilchen umher und lasse mich dann auf dem angrenzenden Rasenstück nieder, während die Masse den Platz betritt.

Gegen 19:00 Uhr mache auch ich mich auf den Weg hinein und suche mir weiter hinten eine schönen Platz,
nah am Getränkestand ;-).
Die Vorband beginnt zu spielen. Die Sängerin ist eine Mischung aus Sara K, Joss Stone und Keith Richards.
Durchaus interessant anzuhören.
Leider verstehe ich den namen der Band nicht,
ihr englisch ist so schlecht 🙁

Nach einer ewig langen Umbaupause, die gefühlte 45 Minuten gedauert hat (tatsächlich waren es nur 20) betritt die Band die Bühne.
Verhaltener Applaus setzt ein.
Kurz darauf stürmt John Fogerty wie ein Berserker die Bühne und legt gleich los!
Er krächzt den ersten Titel ins schlecht ausgesteuerte Mikrophon.

Er ist alt geworden.
Seine Stimme ist verbraucht, die Gitarrenriffs abgegriffen.
Er spielt gelangweilt die alten Songs von CCR und ist den Tränen nah.
Es ist ein Drama.
Das Publikum steht verklemmt umher und starrt unbewegt auf die Bühne.
Lediglich die Brezelkörbe bewegen sich in der Masse.
Ein Trauerspiel.
Wenngleich ich wusste, das hier eher ältere Semester zu finden seinw erden, hatte ich mir das Konzert nicht soo lahmarschig vorgestellt.

In Wahrheit jedoch ist es ein Rockspektakel dessen einziger Unterschied zu AC/DC, Metallica oder den Rolling Stones die fehlende aufwändige Lichtinstallaion ist! 😀
John Fogerty ist fit wie ein Turnschuh und hüpft munter auf der Bühne umher.
Er brüllt ohne Mikrophon Sätze in die Menge und interagiert mit dem Publikum.
Sein Spielwahn hat zur Folge,
dass er nach jedem gespielten Song eine neue Gitarre benötigt.
Ungelogen!
Die Gitarre wurde nach jedem Stück gewechselt.
Ich habe beobachten können, wie lediglich zwei Gitarren ein zweites Mal das Licht der Bühne erblickten.
Ansonsten waren es immer andere, immer frisch polierte Gitarren.
Die Menge jubelte und Applaudierte.
Leute zwischen 40 und 50 tanzten Barfuß im Gras und Fogerty stellte Parallelen zu Woodstock 1969 auf.
Er gab preis, dass er „Who’ll Stop The Rain“ nicht, wie oft angenommen wird, bei Woodstock gespielt hat, sondern dass er es erst nach Woodstock geschrieben hatte.
„This is exactly like Woodstock, except at Woodstock, everyone was naked“, so sein Vergleich.

Gegen Ende hatte Fogerty die Menge absolut im Griff, stürmte er nach vorne, gingen die Arme hoch. Beim Gitarrenwechsel warf er seine Plektra ins Publikum. John Fogerty machte dieses kleine Konzert zu einem kleinen, klitzekleinen Woodstock-Revival!
Securities mussten einen Fan von der Bühne holen der dort irgendwie raufgekommen ist und fröhlich feiernd umherhüpfte 😆

Leider, leider leider leider, haben ältere Menschen eine schwindende Geduld. So verließen nach dem ersten Abang bereits viele den Platz, wenige riefen nach Zugqabe. Doch natürlich kam John noch einmal zurück und spielte drei Lieder!
Ein tolles Spektakel, der Mann war sein Geld wert!

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