@Bastianoso

Eine Hochzeit

Der Gefahr einer Überdosis Real Life zum Trotz bin ich am Samstag der Einladung zu einer Hochzeit gefolgt!
Wie man an sowas kommt?
Auch Informatiker heiraten irgendwann 😉

Wochenlang habe ich dieses Even bereits vorbereitet und mir die passende Kleidung zusammen gesammelt.
Obwohl es sicherlich im Sinne dieser Aktion feierlich gewesen wäre eines meiner T-Shirts zu tragen, hielt ich im Rahmen einer Hochzeit doch elegantere Kleidung für sinnvoll.

Ich durchforstete also meinen Kleiderschrank und landete schließlich, ganz klassisch, beim Hemd mit Manschetten, einem dunklen Jackett, einer dunkeln Hose und schwarzen Lederschuhen.

Die Trauung

Die Trauung fand ein wenig außerhalb in einer sehr schnuckeligen norddeutschen Dorfkirche statt.
Vorbereitenderweise bin ich mit meiner Begleitung, welche die Woche zuvor krank im Bett lag und noch etwas angeschlagen war, ein wenig früher angereist um mögliche Irrfahrten und Staus auszugleichen.
„Leider“ gab es weder Stau noch Irrfahrt,
und so waren wir knapp zwei Stunden zu früh da.

So genossen wir die schöne Umgebung und wandelten im Dorf umher.

Allmählich reisten sicher an die hundert Personen an:
Musiker, Chorsänger, die Band, Verwandte und Freunde.

Erleichtert konnte ich an dieser Stelle auch auf meine Kleiderauswahl blicken; ich war weder underdressed noch overdressed :-).

Der Traugottesdienst begann mit dem Einmarsch des Hochzeitspaares unter musikalischer Begleitung der Musiker.
Die gesamte Zeremonie war von Hochzeitspaar zusammen mit dem Pastor sehr gefühlvoll inszeniert worden; sogar der Bräutigam griff zum Taschentuch.
Es folgten bewegende Anekdoten von der Liebe des Pärchens untermalt mit biblischen Versen und Weisheiten zwischen denen das eine oder andere Lied gesungen wurde.
Mein Höhepunkt, neben der eigentlichen Trauung, war der vom Pastor initiierte Kanon – von ihm selbst mit der Gitarre begleitet.
Was ein Spaß! 😀

Absoluter Höhepunkt war natürlich die Trauhandlung an sich.
Die Ansprache des Pastors, die Frage, die Antworten, der Kuss – einfach herrlich romantisch!

Beim Auszug wurden Blumen gestreut und Reis geworfen, eine Band spielte mit Trommeln und Pauken – alle gratulierten dem Paar.
Es war solch ein heilloses Durcheinander von Menschen, Stimmen und Fotografen, dass es eine reine Freude war sich an den Rand zu stellen und die Atmosphäre zu genießen.
Der Autokorso zur Gaststätte im benachbarten Dorf war feierlich, laut und blockierte den Verkehr auf der ganzen Bundesstraße – so muss es sein, so ist es richtig!

Ah, dabei fällt mir ein, ich muss meine Hupe wieder ölen…*notier*

Die Hochzeitsfeier

Der kleine Dorfkrug war dann doch nicht so klein wie gedacht – alle passten in den wunderschön geschmückten Saal und vor der lütten Bühne spielte eine befreundete Jazzband.
Der Abend war weniger eine förmlich Hochzeitsfeier als eine legere Fete in nobler Kleidung.
Die Verwandtschaft, welche im Übrigen beachtlich groß ist, war für jeden Spaß zu haben und allerlei Spiele ließen die Zeit wie im Flug vergehen.
Das Essen war festlich lecker und füllte auch den Magen für allerlei Getränke, von denen ich nur wenige probieren konnte *schwips*.

Aufgrund der Erkältung meiner Begleitung verließen wir die Feier kurz nach ein Uhr um uns auf den Rückweg nach Hause zu machen.

Fazit

Im Moment kommt es mir noch seltsam vor, unter einen Beitrag über eine Hochzeit ein Fazit zu schreiben, denn es liegt nahe zu schreiben: „Fazit: sie sind jetzt verheiratet und das Mädel ist nicht mehr zu haben.„, aber darum geht es hier ja gar nicht.

Eine Hochzeitsfeier kommt deswegen einer Überdosis Real Life nahe, weil so viele unbekannte Menschen dort sind (je nach dem wessen Hochzeit ;-)). Das kann den einen oder anderen Freak eventuell überfordern.
Ich hatte nun Glück und saß mit meinen Informatikerkollegen an einem Tisch.
Diese Woche jedoch werde ich mich mit weiteren Erfahrungen „von draußen“ zurückhalten um mich von Samstag zu erholen.
Alles in allem kann ich so eine Veranstaltung durchaus empfehlen, ruhiger als manches Rock-Konzert, flippiger als vorm Rechner und romantischer als alle schnulzigen Filme in Splitscreen.

Dieser Artikel ist auch im Buch @Bastianoso — Eine Blog-Zeitreise von 2005 bis 2013 erschienen.

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