Der virtuelle Kochkurs

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Anstatt meiner naiven Annahme, dass Corona binnen weniger Monate wieder vorbei wäre, hühnern wir nun schon das ganze Jahr 2020 damit rum und auch in 2021 wird Corona unseren Lebensalltag weiterhin bestimmen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Firmen ihre Geschäftsmodelle anpassen.

Im letzten Jahr nahmen wir ja bereits an einer virtuellen Weinprobe vom Weinladen St. Pauli und dem Salt & Silver teil und hatten dabei so viel Spaß, dass wir uns auch gleich für das weihnachtliche Folgeevent einen Termin sicherten. Es sind solche Events, die einen davon abhalten in der freiwilligen Selbstisolation völlig durchzudrehen.
Eine weitere wichtige Säule für unsere mentale Gesundheit ist unsere Ernährung. Mit HelloFresh ernähren wir uns schon vor Krisenbeginn ausgewogen und gesund — aber manchmal muss man dem Ganzen einfach die Krone aufsetzen. Und so haben wir uns schon mehrere Male leckere Ramen-Kochboxen vom Profi schicken lassen.
Genauer gesagt vom Lesser Panda Ramen!

Und die bieten im erneuten Lockdown nun auch remote Ramen-Kochkurse an!

Ein remote Kochkurs?

Wie soll das funktionieren? Klar, Kochkurse habe ich schon einige besucht. Aber wie soll das remote funktionieren? Woher bekommt man die Zutaten? Wie funktioniert das Kochen? Woher kommt das Feedback, ob man auch alles richtig macht und wie sieht es mit der Geselligkeit aus?

Nun, all das habe ich gestern herausgefunden, denn ich habe einen Ramen-Kochkurs von Lesser Panda Ramen geschenkt bekommen!

So funktioniert ein virtueller Kochkurs im 21. Jahrhundert!

Die beiden Jungs Florian Ridder und Vincent Domeier vom Hamburger Ramen-Restaurant „Lesser Panda Ramen“ haben uns einen Tag vor dem Termin eine große Box mit allen Zutaten zugeschickt.
Allerdings ohne Rezepte. Lediglich ein paar Infos über benötigtes Kochgeschirr.
Dafür bekommen wir etwa eine Stunde vor Beginn eine E-Mail mit dem Link zur Videokonferenz.

In der Küche bauen wir dafür unser Ringlicht und den Laptop auf. Darin haben wir Übung, denn durch die vielen Videocalls mit unseren Freunden haben wir Routine darin.
Die Küche ist auch vorbereitet und ein paar Töpfe, eine Pfanne und Schälchen, Messbecher, Schneidebretter und Co. liegen bereit!

Um 18:30 Uhr wählen wir uns in den Call ein und nach ein paar anfänglichen technischen Problemen (jemand hat aus Versehen seinen Desktop geteilt und wusste nicht, wie man das wieder rückgängig macht) begrüßen uns Florian und Vincent aus ihrer Restaurant-Küche mit einem einem fröhlichen Intro zum heutigen Kochabend!

Der Ablauf

Setup des virtuellen Kochkurses

Florian und Vincent weisen uns ein, bereiten uns vor und sagen immer ganz genau, mit welchen Zutaten wir was machen sollen. Zur Kontrolle können wir unsere Schnippeleien einfach in die Kamera halten und bekommen so direkt Feedback.
Trotz etwa 20 Teilnehmern klappt das erstaunlich gut! Die meisten sind gemutet, viele haben ihre Kamera auch ausgeschaltet, aber einige haben ihre Kamera an und wir können in ein paar Küchen luschern.

Mise en Place für Ramen

Florian und Vincent haben uns viele der benötigten Zutaten bereits vorbereitet zugeschickt.
Zunächst enttäuscht mich das ein wenig, denn ich möchte doch lernen, wie man Ramen kocht!
Aber schnell sehe ich durch die ausführlichen Erklärungen von den beiden ein, dass es schlicht zu lange dauern würde, wenn wir jetzt noch anfangen würden all diese Kleinigkeiten vorzubereiten:

Fertig zugesandte Zutaten:

  • Ramen-Nudeln
  • Hühnerbrühe
  • Umamisalz
  • Togarashi-Gewürz
  • fermentierter Kürbis
  • fermentierte Frühlingszwiebeln
  • gebeizte Zitronenschalen
  • frittierte Hühnerhaut
  • Wan Tan-Teig
  • Chili-Zimt-Zucker
  • Nori-Sancho-Öl
  • Chili-Öl

Das sind zwar grundsätzlich alles Dinge, die man auch selbst vorbereiten kann und uns wurde auch gesagt, wie sie das gemacht haben. Aber es würde bei Weitem den zeitlichen Rahmen eines abendlichen Kochkurses sprengen, wenn wir jetzt noch anfangen würden, Dinge einzulegen, zu fermentieren oder wir lernen, wie man leckere Ramen-Nudeln oder Wan Tan-Teig selbst herstellt. Alleine die Ramen-Nudeln würden schon einen eigenen Kochkurs rechtfertigen.
Trotzdem fühlt es sich irgendwie seltsam an, fertig vorbereitete Zutaten zu haben.
Aber Florian und Vincent haben das gut gemacht und widmen sich zusammen mit uns mit Hingabe der Zubereitung anderer, wichtiger Zutaten für unsere Ramen:

Im Kochkurs selbst hergestellte Zutaten:

  • Dashi-Brühe
  • Marinade für die Eier
  • Tare-Ansatz
  • Wan Tan-Füllung und Wan Tans
  • … und viele weitere wichtige Kleinigkeiten
Dashi-Brühen-Ansatz

Die Dashi-Brühe wird aus Kombu-Algen und Shiitake-Pilzen zubereitet und dient sowohl als Bestandteil der Eier-Marinade, als auch als die andere Hälfte unserer Shoju-Ramen-Brühe.

Alleine diese Vorbereitungen haben uns schon über eine Stunde beschäftigt und dazu kommen dann noch weitere kleine Vorbereitungen.

Zeitweise waren tatsächlich alle vier Flammen am Herd und der Backofen in Betrieb, während wir mit dem Mixer beschäftigt waren.

Igor findet Hühnchen toll

Insbesondere die Zubereitung der Füllung der Wan Tans hat auch bei unseren Vierbeinigen Freunden für Aufmerksamkeit gesorgt (siehe Igor im Bild rechts).

Aber sobald alles gemixt und in Teigtaschen eingepackt war, waren die Wan Tans auch wieder uninteressant:

Wan Tan

Interaktion im virtuellen Kochkurs-Raum

Dabei haben Florian und Vincent die einzelnen Schritte der Zubereitungen der verschiedenen Ramen-Zutaten ruhig und langsam erklärt und alles auch immer noch mal wiederholt. Sie haben sogar für uns auf die Uhr geschaut und uns bescheid gegeben, doch mal nach diesem oder jenem zu schauen.

Und es war stets Zeit nebenher noch am Wein zu nippen!

Manchmal fühlten wir uns ein wenig gestresst, alles rechtzeitig fertig zu bekommen, aber das war gar nicht nötig. Der Kurs war zeitlich sehr gut eingeplant und wir konnten stets Schritt halten und alles in Ruhe machen und uns hier und dort auch Notizen machen. Allerdings wird es in der nächsten Woche vom Lesser Panda Ramen auch noch mal ein kleines Rezeptbüchlein geben.

Dadurch, dass wir uns bei Fragen jederzeit via Chat oder Mikrofon melden konnten und unsere geschnippelten Zutaten kurzerhand in die Kamera halten konnten, hatten wir auch immer eine direkte Rückmeldung, ob wir alles richtig machen. Ehrlich gesagt, ist es gar nicht so schwer, eine leckere Ramen zuzubereiten — es dauert halt nur sehr lange!

Nach über zwei Stunden waren wir dann fertig und konnten die Hochzeit von Brühe, Nudeln und den anderen Zutaten vollziehen:

Virtuell fertig gekochte Ramen

Fazit des virtuellen Kochkurses

Ei

Ich hätte nicht gedacht, dass das so gut funktioniert! Ich hatte schon befürchtet, dass wir am Ende einfach alles irgendwie zusammenschütten, um etwas Essbares zu haben, da der Kochkurs entweder aufgrund technischer Probleme zusammenbricht oder irgendwelche Zutaten fehlen oder sonstige unlösbare Probleme auftreten. Aber erstaunlicherweise war all das nicht der Fall!

Florian und Vincent haben das super vorbereitet und uns durch den Abend geleitet.
Wir wurden mit einer wirklich sehr sehr leckeren Ramen-Suppe mit tollen Nudeln, Wan Tans und traumhaften, selbst marinierten Eiern belohnt!

Leider litt der direkte Austausch mit den anderen Teilnehmern sehr und auch das gemeinsame Essen entfällt bei einem virtuellen Kochkurs.

Was habe ich gelernt?

Man macht ja einen Kochkurs, um etwas zu lernen. So habe ich schon Fleisch- und Fisch-Kochkurse gemacht und habe dort den sachgemäßen und kreativen Umgang mit diesen Lebensmitteln und viele Kniffe und Tricks gelernt.
Aber was habe ich aus dem Ramen-Kochkurs mitgenommen? Kann ich jetzt Ramen kochen?

Ja und nein.

Klar haben mir Florian und Vincent gezeigt, wie ich eine Ramen-Suppe herstellen kann. Allerdings ist alleine schon die Herstellung der benötigten Zutaten ganz schön aufwendig! Allerlei Dinge müssen besorgt und dann eingelegt, fermentiert und angemischt werden.

Ich glaube, dass ich mit einer Woche Vorlauf durchaus noch mal einen Topf Ramen ansetzen kann, aber es ist definitiv kein Essen, was man mal eben zusammenzaubert. Richtig gute Ramen brauchen vor allem eine richtig gute und sorgfältige Vorbereitung. Ich bin optimistisch, dass wir es auch alleine noch mal schaffen, uns Ramen selbst zu kochen! Zumindest, wenn wir alle Zutaten bekommen, was ohne das Haus zu verlassen sicherlich nicht so einfach ist.

Immerhin wissen wir jetzt, wie es geht und worauf wir achten müssen. Und darum geht es ja bei Kochkursen.

Vielen Dank an Florian und Vincent vom Lesser Panda Ramen für diesen tollen Abend mit euch!

Virtueller Ramen-Kochkurs vom Lesser Panda Ramen
  • Vorbereitung der Zutaten
  • Technik
  • Anleitung
  • Interaktion
  • Endergebnis
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
4.4

Zusammenfassung

Der Ramen-Kochkurs vom Lesser Panda Ramen ist super vorbereitet und man lernt aus den vorhandenen Zutaten eine sehr schmackhafte Ramen herzustellen. Darüber hinaus wird auch die Herstellung der bereits vorbereitet gelieferten Zutaten erklärt und man hat über die Videokonferenz die Möglichkeit Fragen zu stellen oder sich Feedback zu holen. Leider bleibt die Geselligkeit dabei ein wenig auf der Strecke, denn am Ende isst man alleine — aber das würde ich auch nicht anderes wollen.

Pros

  • super Vorbereitung
  • super Anleitung
  • tolle, hochwertige Zutaten
  • sehr unterhaltsamer Abend
  • super-leckere Ramen im Ergebnis

Cons

  • Austausch unter den Teilnehmenden sehr begrenzt
  • man isst am Ende alleine

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