Die zweite Generation des Apple HomePod

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Ende 2018 habe ich den HomePod OG einer ersten Hörprobe unterzogen; seinerzeit noch in Mono, inzwischen beschallen zwei HomePods der ersten Generation mein „Heimkino“ in Stereo.
Und vor etwa zwei Jahren hat Apple kurz nach der Ankündigung des deutlich kleineren HomePod mini die Originalversion in größerer Größe abgekündigt und der Gebrauchtmarkt hat sich um die OG-Version gerissen.

Vor ein paar Tagen hat Apple nun die zweite Generation des großen HomePods angekündigt und bewirbt ihn mit vielen blumigen Worten und einem angeblich „immersiven Sound“ — das macht mich natürlich neugierig, ob der neue HomePod soundmäßig noch eine Schippe zur Originalversion herauskitzeln kann.

In meiner Hörprobe hatte ich ja vor allem bei den mittleren Tonhöhen deutliche Defizite ermittelt und da wäre es natürlich toll, wenn sich da etwas getan hat. Der durchaus präsente Bass lässt sich inzwischen durch ein Softwareupdate ja bequem in der Home-App herunterregeln und im Standard ist das bei mir auch eingeschaltet. Lediglich bei Actionfilmen oder auf, durch Corona selten gewordene Partys, schalte ich den Bass wieder zu. Ansonsten wummert es doch ein bisschen sehr stark.

Die Kombination zweier HomePods als Stereo-Paar und Nutzung als Lautsprecher für das Apple TV funktioniert derweil recht reibungslos, von daher bin ich gespannt, was sich mit der zweiten Generation geändert hat!

Was ist neu beim HomePod?

Äußerlich sieht der neue HomePod (fast) aus wie die erste Version. Lediglich das obige Touch-Display wurde geringfügig überarbeitet, bietet aber im Grunde immer noch die selben Funktionen.
Der neue HomePod wiegt 200 Gramm weniger und ist nur noch 168 anstatt 170 mm hoch und anstelle von „Spacegrau“ heißt die graue Farbe nun „Mitternacht“.

Im Inneren hat sich jedoch ein bisschen was getan. Soweit logisch ist, dass er einen neuen Chip spendiert bekommen hat. Dort werkelt jetzt ein S7-Chip (aus der Apple Watch 7, basierend auf dem A13 vom iPhone), anstelle des A8-Chips (vom iPhone 6) aus 2018.
Außerdem soll es ein Bass-EQ Mikrofon geben, welches niedrige Frequenzen in Echtzeit dynamisch einstellt, um jederzeit einen klaren Bass zu haben. Das dürfte das Wummern-Thema des Originalmodells adressieren.

Ansonsten ist der Blick ins Innere leider ernüchternd.
Der Basstreiber sieht etwas anders aus, treibt sich aber immer noch über 2cm und sitzt nach wie vor im oberen Bereich des HomePods.
Mitteltöner finden sich nach wie vor nicht, aus den sechs Mikrofonen, die den Abgleich für die Positionierung im Raum zur dynamischen Einstellung des Sounds übernehmen, sind derweil vier geworden.
Doch die Hochtöner wurden von sieben auf lediglich fünf Hochtöner reduziert.
Was das mit dem Sound macht, kann ich nicht einschätzen. Die hohen Töne waren bisher okay.

Durch die Chipänderung ergibt sich noch ein ernüchternder Fakt: während der HomePod der ersten Generation noch 802.11ac (Wi-Fi 5) beherrschte, unterstützt die neue Generation nur noch maximal 802.11n (Wi-Fi 4).

Hier mal ein Vergleichsbild der beiden HomePods der ersten und zweiten Generation:

Innenansicht des HomePod der ersten Generation
Innenansicht des HomePod der ersten Generation
Innenansicht des HomePod der zweiten Generation
Innenansicht des HomePod der zweiten Generation

Wie man sieht hat sich auch das Design des Tieftöners geändert.
Was das mit dem Sound macht, mag ich noch nicht abschätzen, das muss man sich wohl erst einmal anhören.
Aber große Unterschiede vermag ich auf den ersten Blick nicht zu sehen und ein Kombinationstest wird sich schwer gestalten, denn die beiden Generationen sind zueinander mehr oder weniger inkompatibel.

Was gibt’s sonst neues beim HomePod der zweiten Generation?

Als wirklich neue Funktionen gibt es einen Luftfeuchtigkeits- und Temperatursensor, durch den neuen Chip soll sich wohl auch die dynamische Standort-Anpassung verbessert haben und es gibt eine neue Geräuscherkennung, wie es sie auch schon beim iPhone und der Apple Watch gibt, mit der Rauch und Feuer erkannt werden sollen (und dann entsprechende Beanchrichtigungen auslösen).

Darüber hinaus ist lediglich die zweite Generation des HomePods Matter-fähig und kann als Thread-Border-Router fungieren.

Außerdem kann das Apple TV der vierten Generation über eARC den Sound anderer, an den Fernseher angeschlossener Geräte an den HomePod der zweiten Generation weiterleiten.

Ansonsten ist alles gleich geblieben: Siri ist drauf, man kann sein Smart Home steuern, Szenen aktivieren, Automationen auslösen, verknüpfte Geräte suchen und halt: Musik aus verschiedenen Quellen streamen oder das Gerät als Lautsprecher für das Apple TV nutzen.

Was ist mit einem Vergleichstest?

Der aktuelle Listenpreis für den HomePod der zweiten Generation liegt bei € 349,- und kostet nach meiner Erinnerung gleich viel wie das Vorgängermodell.
Allerdings lassen sich erste und zweite Generation nicht zu einem Stereo-Paar vereinen.
Ich müsste also gleich recht tief in die Tasche greifen um etwas zu ersetzen, was ich schon habe und ein zweites Stereo-Paar brauche ich nun wirklich nicht. Aber vielleicht ergibt sich ja mal die Gelegenheit bei Freunden eine Hörprobe zu nehmen — und dann werde ich natürlich berichten!
Für einen Umstieg reichen mir die neuen Thread-Features und das Thermometer nun aber wirklich nicht aus, aber ich finde es schön, dass es nun wieder eine anständige Version des HomePods gibt, der tatsächlich mal brauchbaren Sound liefert. Der HomePod mini ist zwar ganz nett und bietet im Vergleich zu anderen Anbieter einen annehmnbaren Sound, für das kleine Stereo-Heimkino aber taugt das leider nicht.

So bin ich mal gespannt, was Apple in Zukunft strategisch aus dem Bereich noch machen wird.

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