@Bastianoso

Rentenvorsorge für Dummies

Wenn man sich mit dem Thema Altersvorsorge und Rente beschäftigt, wird es schnell kompliziert.
Dabei darf man eines nicht vergessen: Die komplizierten Regelungen und Angebote dienen dazu, die Rendite der Rente zu verbessern. Also mehr Geld rauszuholen als bei den üblichen Lösungen.

Das Problem der heutigen Zeit ist, dass man sich nur noch mit den komplizierten Lösungen beschäftigt und dabei schnell mal den roten Faden verliert.

Der rote Faden

Dabei kann Altersvorsorge so einfach sein!
Hier eine kleine Pi-mal-Daumen-Rechnung für eine zusätzliche, private Altersvorsorge:

angestrebte Zusatzrente: _____ €/mtl.
multipliziert mit 300: _____ €
(ergibt 25 Jahre Rente)
dividiert durch die Anzahl der Monate bis zum Renteneintritt: _____ Monate

Und das ergibt dann die Summe, der monatlich zu zahlenden Rate für die oben angegebene Wunschrente.

Beispiel

Nehmen wir an, ich möchte im Monat € 500,- monatliche Zusatzrente von mir selbst beziehen, und es sind noch 35 Jahre, bis zum Rentenbeginn, dann ergibt sich folgende Formel:

(€500 * 300) / 420 = € 357,-

In diesem Rechenbeispiel ist die Inflation und Teuerungsrate nicht berücksichtigt. Das macht aber nichts, denn schließlich spart man das Geld nicht unterm Kopfkissen sondern bespielsweise bei der Noris-Bank, mit derzeit 4,5% Zinsen* oder gar in höher verzinsten Anlageformen (Tagesgeld-Vergleich), sodass wir sogar mehr als 500 Tacken rausholen können.

Wenn man sich diese Rechnung einmal vor Augen geführt hat, wird deutlich, weshalb es so viele verlockende Angebote für die private Altersvorsorge auf dem Markt gibt: um das Output noch mehr zu steigern.

Aufgemerkt!

Damit am Ende nicht nur fünf Euro mehr in der Tasche sind, lohnt es sich bei der Berechnung des Outputs noch folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • Inflation, aka Teuerungsrate
    • sie betrug in den letzten Jahren etwa 1,5%
  • Steuern
    • wann fallen für die Anlageform Steuern an und wie hoch werden sie sein?

Wenn man diese Punkte außer acht lässt kann es vorkommen, dass man weniger herausbekommt als man einbezahlt hat!

Beispiel

Wir legen für ein Jahr € 10.000,- zu den bei der Norisbank beworbenen 4,5% Zinsen p.a. an.
Wir bekämen am Jahresende also € 450,- raus.
Bedauerlicherweise ist unser Sparerfreibetrag schon aufgebraucht, sodass wir auf unseren Zinsgewinn Steuern zahlen müssen.
Mit einem Steuersatz von 25% Abgeltungssteuer fallen € 112,50 raus, bleiben uns also € 337,50.
Nun hat die Inflation mit 1,5% p.a. zugeschlagen und entzieht unserem Zinsgewinn € 5,06 Kaufkraft.

So verbleiben von € 450,- gerade mal € 332,44 Zinsen übrig.

Zieht man von unseren € 10.000,- Kaufkraftkapital nun auch die Inflation ab, bleiben uns noch € 9850,- übrig.

Summa summarum sind von den erhofften € 10.450,- nur € 10.182,44 auf dem Konto, also € 267,56 weniger.
Dieser Verlust-Effekt steigert sich von Jahr zu Jahr, ähnlich wie der Zinseszinseffekt, der natürlich auch anfällt.

Fazit

Für die private Rente ist es also von immenser Bedeutung, dass die Rendite folgende Kostenfaktoren deckt und zusätzlich noch eine ansehnlich Summe bei rausspringt:

  • Inflation decken
  • Steuern decken
  • verbleibende Rendite sollte höher sein, als Zinsen/Zinseszinsen bei „normaler Geldanlage“

Also, ist doch alles gar nicht so schwierig! 😉

*Stand: August 2008

Dieser Artikel ist auch im Buch @Bastianoso — Eine Blog-Zeitreise von 2005 bis 2013 erschienen.

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