Yapital bei Rewe — doch niemand weiß es

Auf der eTailment-Expo 2.013 in Berlin traf ich Mitarbeiter der Otto-Tochter Yapital, die es sich zum Ziel gesetzt haben, den Zahlungsdienstleistermarkt zu revolutionieren. Es war ein nettes Gespräch und die Ziele von Yapital sind durchaus ehrgeizig und unterstützenswert. Wir haben Visitenkarten getauscht und ich trage die Idee von Yapital im Moment an meine Kunden heran.

Und gestern dann, beim Einkaufen, shee ich im Display des EC-Karten-Terminals das Yapital-Logo. Verdutzt frage ich die Kassiererin, was das sei … doch ernte nur Schulterzucken.

Wieder zu Hause angekommen, stieß ich nach kurzer Recherche bereits auf den Artikel von Maik Klotz bei t3n, der Nils Winkler von Yapital interviewt hat.
Rewe setzt also seit November Yapital als zusätzliche Zahlungsmöglichkeit ein.

Wenn man das Interview und weitere Artikel zum Thema liest, dann klingt das alles durchaus so interessant, spannend und innovativ, dass einem als Geek glatt die Hände feucht werden.
Doch was nutzt all die Euphorie auf Seiten Rewe und Yapital, wenn die Kollegen an vorderster Front, die tagein tagaus damit zu tun haben, nicht korrekt gebrieft werden?

Noch ahnungsloser als die Kassiererin bei Rewe sind nur ihre Kunden. Bei all der Panikmache rund um Skimming und Phishing denkt der ein oder andere Kunde womöglich noch, das EC-Terminal wäre gehackt worden.

Hier sehe ich für Yapital dringenden Handlungsbedarf seinen Kooperationspartner Rewe nochmals einzunorden auch die Mitarbeiter zu schulen. Yapital soll ja nicht gleich wie saure Milch angeboten werden, aber die Mitarbeiter an den Kassen sollten schon wissen, was es ist und ein paar Sätze dazu sagen können. Und wenn ihre Aufgabe nur darin besteht einen Flyer auszuteilen, der auf die Webseite von Rewe hinweist, dann ist das tausendmal besser, als einfach nur mit den Schultern zu zucken.

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