Verzeichnisstruktur von Linux

Unter Linux liegen alle Verzeichnisse unterhalb vom Rootlevel (/). Root ist das höchste Verzeichnis und darunter liegen alle anderen Verzeichnisse des Systems. Man kann dort im Prinzip machen was man möchte, doch natürlich gibt es einige spezielle Verzeichnisse, bei denen sich übliche Anwendungsfälle eingebürgert haben. Diese Verzeichnisse sollte man besser in Ruhe lassen und so nehmen, wie sie da sind da hier teilweise empfindliche Systemdateien abgelegt sind, die es einem übel nehmen würden, wenn man sie verschiebt 😉

Für Linux-Einsteiger hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Verzeichnisse:

  • /boot
    Dateien für den Systemstart, den Kernel, Kernel-Konfigurationsdateien
  • /etc
    Diverse Konfigurationsdateien
    • /etc/group – Gruppendefinitionen
    • /etc/passwd – Benutzerkonten und Benutzerinformationen
    • /etc/gshadow – Gruppenpasswörter
    • /etc/shadow – Benutzerpasswörter
    • /etc/skel – Vorlage für /home
  • /home
    persönliche Daten der einzelnen Benutzer
  • /root
    Heimatverzeichnis des Administrators
  • /var
    Dateien, deren Inhalt sich häufig ändert
    • /var/mail – E-Mail-Postfächer
    • /var/log – Logdateien von Daemonprozessen
    • /var/run – Laufzeitdateien von Programmen
  • /tmp
    meist eine als Verzeichnis gemountete RAM-Disk, die für temporäre Dateien verwendet wird
  • /usr
    enthält nur statische Dateien. Meist wird das Verzeichnis von einer extra Partition als Nur-Lesen-Verzeichnis gemountet
    • /usr/bin – Programme
    • /usr/include – Includes für die Programmierung
    • /usr/sbin – Administrationsprogramme
    • /usr/X11R6 – Dateien für das X-Windows-System
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