@Bastianoso

Laufen im Winter

>Freaks, Geeks und Nerds sind Sportmuffel. Absolute Couchpotatoes. Und genau deshalb führte ich Ende April 2009 ein Experiment in meinem Blog „Support Real Life“ und durch startete eine Sportaktion für Freaks, Geeks und Nerds in dem ich ihnen die Grundsportart Laufen näher brachte.

Was ist so schön am Laufen?

Jeder, der gehen kann, kann auch laufen.
Und für das Laufen braucht man kein teures Zubehör: eine Jogginghose, ein altes Shirt und ein paar Sportschuhe sind alles was man für den Anfang braucht. Die Aktion lief ganz langsam mit nur minutenlangen Läufen an und steigerte sich binnen zwei Monaten Schritt für Schritt auf eine halbe Stunde Ausdauerlauf.

Das hat mir selbst so gut gefallen, dass ich dabei blieb und zumindest bei schönem Wetter weiter munter durch den Wald lief.

Laufen ist…

  • …Entspannung
    man trabt völlig ruhig durch den Wald und kann die Gedanken einfach ziehen lassen, beobachten wie ein Gedanke den Nächsten ablöst und kann so selbst vom stressigen Alltag loslassen.
  • …Unterhaltung
    wenn man in der Gruppe läuft wird der neueste Tratsch ausgetauscht oder man amüsiert sich über den Laufstil passierender Läufer.
  • …ein Naturerlebnis
    Laufen ist eine Draußensportart. Man läuft durch Wälder, Parks oder um Seen hat so immer frische Luft in den Lungen und ist umgeben von Natur – kann mal wieder in Ruhe in den Himmel schauen und sich erden.
  • …einfach
    kein teures Zubehör, keine Öffnungszeiten, keine komplizierten Trainingspläne: einfach laufen.
  • …Sport
    und so ganz nebenbei verbrennt man noch Kalorien und stärkt den wichtigsten Muskel des Körpers: das Herz.

Mein Vorsatz beim Laufen lautet, nur so lange zu laufen, wie ich Spaß daran habe und ich alle der oben genannten Faktoren spüre. Wenn ich den Spaß verliere, höre ich auf.

Mit zunehmend schlechterem Wetter im Herbst hatte ich so ganz nebenbei meinen ersten Matschlauf: man stolpert im Halbdunkeln über durchgeweichte Waldböden und stapft mit nassen Füßen, gern auch bei Regen, durch knöcheltiefe Pfützen.
Überraschenderweise fand ich Gefallen daran durch Modder zu laufen und so blieb ich auch im Herbst dabei.

Mit dem Tiefdruckgebiet Daisy fiel dann seit Jahren mal wieder ein richtiger Winter in Deutschland ein: kniehohe Schneeverwehungen, fluchend rutschende Autofahrer, ausfallende Flüge, Bahnlinien und Heizungen, Schneefrei in Schulen und Kindergärten usw…
Da beschloss ich das Laufen im Winter sein zu lassen und ging nur aus Neugierde zu meinem wöchentlichen Lauftreff. Doch, was musste ich feststellen? Es fehlten nur zwei Leute – und so liefen wir dennoch.
Über eine frisch gefallene Schneedecke liefen wir zwischen den fallenden Flocken hindurch und die Schneeflocken, die uns trafen, schmolzen sanft auf unseren roten Wangen.

Laufen im Wandel der Jahreszeiten

Selbst Laufen im Schnee ist schön, so hat jede Jahreszeit ihre Vorzüge:

  • Frühling
    die ersten warmen Sonnenstrahlen brechen durch die sprießenden Baumkronen und man spürt den festen Waldboden unter sich. Leicht fröstelnd startet man den Lauf und schwitzt am Ende ein wenig.
  • Sommer
    Es ist heiß und leicht bekleidet startet man mit vielen anderen und muss ihnen ständig ausweichen. Der Park ist voller Läufer, Spaziergänger und anderen Sonnenhungrigen. Man rennt durch das Wetter beflügelt über weichen Waldboden, der beim Aufsetzen leicht staubt und ist froh, wenn die Zeit rum ist, damit man endlich kalt duschen kann.
  • Herbst
    die Zeit der Matschläufe. Bei Nieselregen stapft man mit festem Tritt durch Knöchelhohe Pfützen, bespritzt sich mit Modder und spürt wie die warmen Füße das Wasser in den Schuhen verdunsten. An kalten Tagen dampfen die Füße und nach einem heißen Bad lässt man sich zufrieden ins Bett fallen.
  • Winter
    Frierend startet man dick eingepackt zum Lauf. Auf den ersten Kilometern beisst die Kälte in den Lungen und man spürt seine Zehen nicht. Nach einiger Zeit ist der Körper warm und man genießt das Knirschen des Schnees unter den Füßen, steigert die Laufgeschwindigkeit bei einer spontanen Schneeballschlacht und gegen Ende hat sich der Körper so aufgehitzt das man nackt einen Schneeengel machen könnte ohne zu frieren.
    Ein kühles Vollbad später genießt man den heißen Tee danach und freut sich auf den nächsten Lauf im Schnee.

Wer jetzt noch keine Lust auf’s Laufen hat, sollte es einfach mal probieren! So wie hier.

Dieser Artikel ist auch im Buch @Bastianoso — Eine Blog-Zeitreise von 2005 bis 2013 erschienen.

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Ich bewundere Leute, die im Winter durch die verschneiten Landschaften joggen können und dabei noch Spass haben. Für mich unmöglich. Meine Laufsaison beginnt heute, am Tag der Umstellung auf die Sommerzeit! Ich bin ein Abend-Läufer.

[…] und ich habe nicht nur durchgehalten, sondern weitergemacht. Auf dem Listonneur berichtete ich von meinen Winterläufen, bei denen ich durch kniehohen Schnee stapfte und über vereiste Bahnen rutschte. Ich fand […]

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