@Bastianoso

Deutscher Alpenverein in Hamburg

Ende 2011 war ich zur Baubesichtigung in der neu entstehenden Kletterhalle in Wilhelmsburg. Da dort noch alles im Bau war konnte man leider nicht klettern, weshalb ich mich von Bekannten mal in die Kletterhalle des DAV (Deutscher Alpenverein) in Hamburg-Lokstedt mitnehmen ließ.

Das Prozedere ist für Anfänger kaum ersichtlich und ich würde jedem empfehlen, sich einen erfahrenen Kletterer zu schnappen und sich von dem alles erklären zu lassen.

Das für den Anfang benötigte Equipment umfässt lediglich einen Klettergurt sowie eng anliegende Schuhe und kann vor Ort problemslos ausgeliehen werden.

Die Halle verfügt über zwei Kletterhallen für Indoor- und Outdoornutzung, sowie Umkleiden, WCs und ein paar Kaffee- und Süßigkeitenautomaten.

Die Sicherung

Nachdem ich meine geliehene Ausrüstung angelegt hatte haben wir uns eine kleine Anfängerstrecke gesucht, an der ich mich mal ausprobieren konnte. Mein Bekannter gab mir eine kurze Einweisung in den Achterknoten und verschiedene grundlegende Kletter- und Sicherungstechniken.

Ich kletterte direkt am Seil, welches mit einem Achterknoten an meinem Klettergurt befestigt ist und über einen Umlenker unter der Hallendecke zum Sicherer geht.

Zur Sicherung gibt es verschiedene Möglichkeiten, aber alle erfordern, dass der Sichernde stets wachsam ist und da dafür sorgt dass das Seil stets leicht gespannt ist aber man sich dennoch frei bewegen kann.

Die ersten paar Meter der Kletterwand habe ich dazu genutzt mich erstmal mit den angerauhten Griffen der Wand und meinem Gurt vertraut zu machen: Greifen, Treten, Halten, in den Gurt fallen lassen und das Gefühl der Sicherheit spüren, sodass man keine Angst hat herunterzufallen.

Das Klettern an einer Kletterwand

Und dann ging es auch schon los: ich erklomm eine Kletterwand „bunt“, d.h. ich benutzte die Griffe, die mir gerade passten, egal welche Farbe sie haben. Überlicherweise entscheidet man sich für eine Farbe und somit auch für einen Schwierigkeitsgrad.

Die Schwierigkeitsgrade der unterschiedlichen Farben sind mit kleinen Täfelchen angegeben und reichen von 3- (total einfach) bis 10+ (total schwer).

Kombiniert man zwei Routen, beispielsweise eine 3+ und eine 4 (klettert also bunt), so verringert sich der Schwierigkeitsgrad auf etwa 2+, da man ja mehr Griffe zur Auswahl hat.

Um sich ans Klettern zu wagen ist es also gut erstmal bunt zu klettern und die Schwierigkeit langsam zu steigern.

Der Anfang der Wand ist immer leicht und eigentlich wird es mit steigender Höhe objektiv auch nicht schwieriger, doch lässt die große Entfernung zum Boden einem schon das Adrenalin ins Blut schießen.

Ich war froh als ich oben war und laut „zu!“ rufen konnte, damit der Sichernde mich sichern konnte und ich mich in den Gurt fallen lassen konnte.

Mit dem Befehl „ab!“ konnte ich die Hände von der Wand nehmen, die Beine durchdrücken und mich langsam abseilen lassen und war binnen kürzester Zeit wieder am geliebten Boden.

Mission accomplished!

An dem Abend kletterte ich noch eine andere Route, diesmal strikt nach Farbe  und zum Abschluss des Abends, quasi das Auslaufen des Kletterns, Boulderten wir noch ein wenig.

Bouldern ist Klettern ohne Sicherung. Dafür liegen dicke Matten darunter und die Strecke ist auch nicht höher als zwei Meter – man fällt also weich.

Fazit

Klettern macht Spaß, ist spannend und aufregend, dabei aber nicht zu anstrengend. Ich kann jeden nur mal empfehlen den Kreislauf wieder ordentlich auf trab zu bringen und mal den Ausblick aus 16 Metern Höhe auf harten Beton zu genießen!

Dieser Artikel ist auch im Buch @Bastianoso — Eine Blog-Zeitreise von 2005 bis 2013 erschienen.

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Walter Zielinski

Sehr geehrte Clubleitung,

unser Lionsclub sucht für eine große Open Air Veranstalung am 13. Juli 2014 eine für diesen Tag in Norderstedt zu installierende mobile Kletterwand.
Haben Sie eine derartige Wand oder kennen Sie eine solche
„Quelle“ ?

Beste Grüße

Walter Zielinski
Lions Club Norderstedt
Tel. 04537 12 90 + 0176 504 608 16

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