@Bastianoso

Russisch speisen in Potsdam

russisches-giebel-blockhaus

Eigentlich waren wir in Potsdam um uns das Schloss Friedrich des Großen, Sanssouci anzusehen und ein wenig durch den Stadtkern in Potsdam zu schlendern. Doch wir haben den falschen Parkplatz erwischt (wer kann denn erahnen, dass P1 am weitesten vom Schloss entfernt ist?!) und so mussten wir, um zum Schloss zu gelangen, erst den gesamten Park Sanssouci durchqueren – der, nebenbei bemerkt, wirklich sehr schön und kurzweilig angelegt ist.
Wäre das frostige Wetter mit Schneeregen und starkem Wind nicht gewesen, hätte einem beim Anblick der hübschen Gärten glatt warm ums Herz werden können.
Doch so waren wir froh nach einigen Stunden endlich das Schloss Sanssouci erreicht zu haben. Fast hätten wir es noch verfehlt, denn im Gegensatz zum wirklich üppig bemaßten Grundstück und diversen Prachtbauten ist das Schloss eher mickrig. Aber ums Schloss soll sich dieser Beitrag auch gar nicht drehen; denn eigentlich geht es mir um das famose russische Restaurant welches wir auf dem Rückweg ins Hotel in der russischen Kolonie entdeckten.

Die Russische Kolonie Alexandrowka in Potsdam

Der Text im Reiseführer erinnerte ein wenig an New Yorks China Town, Little Italy etc.. Als unser Navi stolz aussprach „Sie haben Ihr Ziel erreicht“ fühlten wir uns eher in einer kleinen Seitengasse Potsdams verloren. Doch tatsächlich waren wir schon mitten drin im russischen Bezirk.
12 Häuser gibt es dort. Alle nach russischer Art errichtet und 1827 an ehemalige russische Kriegsgefangene des Krieges von Napoleon gegen Preußen, die seinerzeit in einem Chor für das Garderegiment des Königs Friedrich Wilhelm III. sangen, übergeben.

Bezugsfertig und möbliert, mit Garten und einer Kuh je Haushalt.
Die Grundstücke durften von den Kolonisten nicht verkauft, verpachtet oder verpfändet werden und so ist das Quartier noch heute in russischer Hand. Natürlich alles touristisch aufbereitet.

Zum Zeitpunkt unseres Eintreffens war das Museum jedoch leider wegen Krankheit (jaja, die Grippewelle ist auch in Potsdam angekommen) geschlossen und wir wollten schon wieder abfahren als uns ein Haus ganz am Ende der Kolonie auffiel. Das Gartencafé des Museums Alexandrowka hatte noch geöffnet und in Anbetracht der eisigen Temperaturen und des einsetzenden Eisregens wollten wir uns mit einem Heißgetränk ein wenig wärmen.

Doch kaum hatten wir das Restaurant betreten, fühlten wir uns wie in eine andere Welt versetzt.
Das Lokal ist vollständig russisch dekoriert. Inklusive gemusterten Tapeten und rustikalem Kitsch an den Wänden. Wir kamen nicht umhin einen Blick in die Speisekarte zu werfen und waren sogleich verloren.
Natürlich mussten wir – zumindest einige – dieser Köstlichkeiten probieren!

Auf dem Bild sieht man was wir uns gegönnt haben.
Auf dem Bild sieht man was wir uns gegönnt haben. Auf dem Bild sieht man was wir uns gegönnt haben.
  1. Oben links eine russische heiße Schokolade. Hergestellt aus einem Block Schokolade, die geschmolzen und mit Kokosraspeln garniert wird. Heiß, süß und mit dem unverwechselbaren Beigeschmack des großen Landes.
  2. Oben rechts haben wir Bliny mit Lachskaviar und Schmand.
    Quasi kleine dicke Pfannkuchen. Sehr lecker!
  3. Unten links mein absoluter Favorit: Soljanka. In diesem Fall die „original sibirische Soljanka“, so steht es zumindest auf der Karte. Ich weiß nicht, was sie sibirisch macht, heiß war sie jedenfalls und schmeckte vorzüglich! Genau die richtige Säure und zu meiner Überraschung reichlich Fleischeinlage.
  4. Unten rechts Pelmeni mit ganz wunderbaren Röstzwiebeln und, natürlich, Schmand.

Wir verbrachten sicher über eine Stunde dort, genossen die Atmosphäre und das reichlich vorhandene russische Publikum. So gut russisch gegessen habe ich selbst in Hamburg noch nicht!

Vollgefuttert und vor allem aufgewärmt machten wir uns gegen Abend wieder auf den Weg zurück ins Hotel – das Abendessen ließen wir aber ausfallen.

Fazit

Bei einem Besuch in Potsdam lohnt der Abstecher in das Gartencafé und ein Blick auf die Speisekarte!

Wer mehr über die russische Küche und ihre Spezialitäten erfahren möchte, dem sei als Einstieg die Wikipediaseite „Russische Küche“ nahegelegt.

Bewertungspunkte
  • 9.5/10
    Ambiente - 9.5/10
  • 6.4/10
    Vorspeisen - 6.4/10
  • 7.7/10
    Hauptspeisen - 7.7/10
  • 7.8/10
    Desserts - 7.8/10
  • 7.5/10
    Service - 7.5/10
  • 8.8/10
    Preis-Leistungs-Verhältnis - 8.8/10
8/10

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