@Bastianoso
Tonkotsu-Ramen

The Ramen Hamburg

Wer Ramen nur als Instantgericht kennt, hat definitiv etwas verpasst! Die typischerweise reichhaltige japanische Nudelsuppe kannn eine wahre Gaumenfreude sein, zumal es sie in den verschiedensten Ausprägungen gibt. Wir haben mit „The Ramen“ eines der Hamburger Ramenläden ausprobiert.

Eigentlich wollten wir am Samstag zum Ramen-Festival der Marktzeit in die Fabrik fahren und uns einmal durch alle Ramen-Stände probieren.
Leider war das Event völlig überlaufen; ellenlange Schlangen vor der Tür, volle Halle und — laut Facebook-Kommentaren — nur wenige Ramen-Stände.

Also haben wir unseren Plan geringfügig modifiziert und uns stattdessen eines der Ramen-Restaurants in Hamburg herausgepickt.
Das „The Ramen Hamburg“ liegt in der Hamburger Innenstadt in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof und bietet keine Reservierungen an.
Es ist ein sehr kleines Restaurant mit lediglich neun Zweiertischen und ein paar Plätzen an der Bar. Man kommt einfach hin und muss dann ggf. kurz warten, bis ein Tisch frei wird. Dazu gibt es eine Warteliste, sodass man auf keinen Fall vergessen werden kann. Alles in allem ist der Ablauf sehr gut organisiert. Wir mussten lediglich ein paar Minuten auf einen freien Tisch warten.

Ambiente

Innen ist das Restaurant typisch japanisch dekoriert. Papierlampen an der Decke, japanische Zeitungsseiten als Tapete an der Wand und eine geschäftige Betriebsamkeit, die dennoch keine Unruhe aufkommen lässt.

Wir nahmen Platz auf zwei stabilen Holzhockern und ließen den Blick über die Karte wandern.

Menüauswahl

Die Karte im „The Ramen“ ist recht übersichtlich. Im Großen und Ganzen hat man die Auswahl zwischen vier verschiedenen Arten von Brühe:

  • Miso Ramen (klassische Miso-Suppe)
  • Shoyu Ramen (basiert auf Sojasoße)
  • Shio Ramen (Suppe auf Salz-Basis)
  • Tonkotsu Ramen (cremige Schweinebrühe)

Zu den vier Grund-Ramen gibt es dann verschiedene Toppings als fertig zusammengestellte Gerichte zur Auswahl. Dazu gibt es noch ein paar Kleinigkeiten, die sich gut als Vorspeise eignen und ein paar Desserts und Getränke.

Es gibt auch eine Wochenkarte. Als wir dort waren, stand dort jedoch kein Ramen drauf, deshalb haben wir das nicht ausprobiert. Die Wochenkarte klang nach einer herzhaften Reis-Mahlzeit mit Gemüse und Fleisch.

Vorspeisen

Die Vorspeisen setzen sich aus typisch japanischen Streetfood-Snacks zusammen. Man kann zwischen Edamame (Sojabohnen), Kimchi (eingelegter Kohl), Gommaae (Sesam-Spinat), Kyuuri (Gurken mit Miso), Kakuni (marinierter Schweinebauch), Wantan und Gyoza wählen.

Wir entschieden uns für das scharfe Kimchi und die Gyoza:

Gyoza im The Ramen

Beide Vorspeisen waren sehr lecker, toll abgeschmeckt und frisch zubereitet.
Das Kimchi war zwar überraschend scharf, aber nicht zu scharf.

Hauptgerichte

Aber der eigentliche Grund für unseren Besuch war ja das Ramen!
Wir entschieden uns für das Wantan-Ramen auf Salzbasis und das Tonkotsu-Ramen auf Schweinebrühebasis.

Tonkotsu-Ramen mit Schweinebauch

Beide Ramen waren außerordentlich lecker und hatten reichhaltig Einlage! Schön heiß, nicht zu scharf und mit frischen Zutaten. Für das Tonkotsu-Ramen muss man Schweinefleisch schon sehr mögen, denn nicht nur die Brühe basiert auf ausgekochten Schweineknochen, sondern in der Einlage sind auch noch gebratenes Schweinefilet und marinierter Schweinebauch (hier im Bild zu sehen). Wenn man so viel Fleisch mag, ist das wirklich ein tolles Ramen-Gericht!

Die Portionen sind groß genug um satt zu werden aber man ist nicht so super-satt, dass man sich gar nicht mehr bewegen kann.
Außerdem ist Ramen bestimmt gesund. Eine Nudelsuppe mit viel Gemüse und etwas Fleisch kann ja nur gesund sein, oder?

Desserts

Da ich ein kleines Leckermäulchen bin, konnte ich natürlich nicht umhin, mir auch noch ein Dessert zu gönnen. Zur Wahl stehen Matcha-Eis oder japanischer Käsekuchen.

Japanischer Käsekuchen? Das musste ich natürlich probieren!
Und, naja, mir kann Käsekuchen ja eigentlich nie cremig genug sein. Und möglichst kurz gebacken, damit er nicht so bröselig ist. Aber ich befürchte, dass dieser Käsekuchen überhaupt nicht gebacken wurde.

Japanischer Käsekuchen

Der Käsekuchen kommt in einem kleinen Glas und hat ein Marmeladen-Topping. Wer also Frischkäse mag, sollte den Käsekuchen ruhig mal probieren. Gerade zusammen mit der Marmelade und der Minze schmeckt er wirklich gut. Aber ich bevorzuge dann doch einen — zumindest kurz gebackenen — normalen Käsekuchen 😉.

Getränke

Neben leckerer hausgemachter Zitronen-Limonade mit Ingwer und Honig gibt es auch japanisches Bier. Wir haben uns jedoch an die Limo gehalten und können sie nur weiterempfehlen. Bei unseren nächsten Besuchen widmen wir uns auch mal den anderen Getränken. Die Auswahl ist jedenfalls völlig ausreichend und es sollte für jeden etwas dabei sein.

Service

Die Leute im Laden sind alle durchweg nett und der Service ist sehr schnell. Man braucht jetzt aber keine Angst haben, nicht in Ruhe essen zu können.

Während Ramen in Japan eher schnell gegessen wird und Ramen-Restaurants eher einem Taubenschlag gleichen, als einem gemütlichen Restaurant, hat sich das „The Ramen“ den Hamburger Gästen angepasst. Hier kann man in aller Ruhe seine Suppe essen, sich unterhalten und einen entspannten Abend verbringen. Selbst die Holz-Hocker sind auch nach längerer Zeit nicht unbequem.

Sanitäranlagen

Auch die Toiletten im Untergeschoss sind einen Besuch wert! Abgetrennt mittels einer traditionellen Shōj-/Fusuma-Schiebetür gelangt man in den Unisex-Waschraum, der mit sehr viel Liebe zum Detail und vielen Holz-Elemten dekoriert wurde. Alles ist sauber und durch die indirekte Beleuchtung sogar fast schon gemütlich.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Mit Preisen zwischen € 7,50 und € 9,50 für eine große Schüssel leckeren Ramens ist das Preis-Leistungs-Verhältnis im „The Ramen“ wirklich sehr gut. Auch die Vorspeisen sind mit Preisen um die vier Euro völlig okay.

Das „The Ramen“ ist somit also nicht nur für ein gemütliches Ausgehen geeignet, sondern auch für eine schnelle Suppe zwischendurch.

Fazit

Das Restaurant bietet leckere hausgemachte Ramen und viele kleine Extras, um einen schönen Abend gelungen abzurunden. Bei den moderaten Preisen kann man sich auch das eine oder andere Extra dazu problemlos leisten und durch die liebevolle Dekoration ist es wie ein ganz kleiner Japanurlaub.

Kontaktdaten

The Ramen Hamburg
Rosenstraße 5
20095 Hamburg
Telefon: 040 30922442

Aktuelle Öffnungszeiten auf der Webseite the-ramen-hamburg.business.site



Bewertungspunkte des The Ramen
  • 9/10
    Lage - 9/10
  • 7.5/10
    Ambiente - 7.5/10
  • 8/10
    Vorspeisen - 8/10
  • 8/10
    Hauptspeisen - 8/10
  • 7.2/10
    Desserts - 7.2/10
  • 7/10
    Getränke - 7/10
  • 8/10
    Service - 8/10
  • 8.5/10
    Sanitäranlagen - 8.5/10
  • 9/10
    Preis-Leistungs-Verhältnis - 9/10
8/10

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[…] gefüllte Teigtaschen. So ähnlich kennen wir sie bereits aus dem japanischen Restaurant „The Ramen Hamburg“ unter dem Namen […]

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