@Bastianoso

Spaccaforno in der Fuhle

In der Fuhlsbüttler Straße hat ein neuer Italiener aufgemacht! Das Spaccaforno bietet Pizza e pane — also Pizza und Brot und ist damit ein wenig anders, als andere Italiener. Wir haben das Spaccaforno getestet!

Noch ein Italiener in der Fuhle? Schließlich gibt es dort mit dem Taormina und dem Simply Food schon zwei echt gute italienische Restaurants. Das Spaccaforno hat dabei eine etwas reduzierte Speisekarte und bietet hauptsächlich Pizza und Brot an. Die Teige für Beides werden im Restaurant in einer eigenen Bäckerei selbst hergestellt und versprechen wohligen Geschmack.

Wir haben uns zum Testen aufgemacht und das Spaccaforno unter die Lupe genommen.

Die Reservierung

Ein kurzer Check der Webseite offenbart, dass diese noch nicht fertig ist und auch bei OpenTable konnten wir das Spaccaforno zwecks Reservierung nicht finden. Also ging der Griff zum altmodischen Telefon, nur um zu erfahren, dass das Spaccaforno Reservierungen erst ab einer größeren Gruppe annimmt.
Man möge einfach zur gewünschten Uhrzeit vorbeischauen und es würde sich schon ein schöner Tisch für uns finden. Nun denn …

Das Ambiente

Das Spaccaforno ist ganz im aktuellen Industrial-Design eingerichtet, versprüht dabei aber durchaus italienischen Flair. Kein Schickimicki, keine aufdringliche Dekoration, dafür viel Beton und offengelegte Rohrleitungen. So macht man das heutzutage wohl. Die schicken Stühle sind zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber dennoch sehr bequem.

Ob der direkten Straßenlage hatten wir zunächst einige Bedenken bezüglich der Lautstärke, aber die großen Fensterfronten sind mehrfach verglast und halten den Straßenlärm gut draußen.

Die Speisenkarte

Die Karte des Spaccaforno besteht aus einem bedruckten Papier-Platzdeckchen und unterteilt sich in Pizza, Brote, Salate, Suppen, Snacks, Desserts und Getränke. Wir haben, klassisch deutsch, ein zwei-Gänge-Menü zusammengestellt und dabei verschiedene Kategorien getestet.

Die Vorspeisen

Als Vorspeisen bietet das Spaccaforno diverse Kleinigkeiten wie eine Wurstplatte oder Mozzarella-Bällchen an. Wir haben uns für das hochgelobte, selbst gebackene Brot mit Sardellen entschieden. Das Brot ist wirklich lecker und finden auch in weiteren Speisen Einzug in das Menü.

Die Hauptspeisen

Pizza

Natürlich gibt es bei einem Italiener Pizza! Und die Auswahl geht deutlich über das übliche Angebot hinaus. Die gewöhnlichsten Sorten sind wohl noch die Margherita und die Calzone. Eine Pizza-Hawaii sucht man glücklicherweise vergebens!

Aufgrund der Empfehlung unserer italienischen Wurst-Händler vom Wochenmarkt, den Picchianti-Brüdern, die für dieses Restaurant die Salsiccia herstellen, entschied ich mich für die Pizza Salsiccia:

Pizza Salsiccia der Picchianti-Brüder

Auffällig bei der Pizza ist der breite Rand mit viel gebackenem Teig. Da bin ich ja eigentlich nicht so der Fan von. Wenn ich schon Pizza esse, dann möchte ich die auch belegt haben! Aaaber: ich muss sagen, dass der Pizzateig wirklich gut ist. Schön locker gebacken, in der Mitte hauchdünn, wie es sein soll und selbst der Rand schmeckt hervorragend und ist nicht zu Tode gebacken worden, sondern fein und luftig leicht.

Der Belag der „Pizza Salsiccia“ besteht aus der italienischen Wurst Salsiccia, diversen, frischen Pilzen und ist mit einer wirklich dicken Schicht Scamorza-Käse (kein Mozzarella) bedeckt und mit Rosmarin gewürzt.

Suppen

Als Suppen stehen die „Contadina“ und die „Pomodoro“ zur Auswahl. Letztere ist offensichtlich eine Tomatensuppe, deshalb entschlossen wir uns für die „Contadina“ — ein Suppeneintopf, wie man in von Muttern kennt. Mit leckerer Salsiccia, Mangold, Bohnen und Tomaten. Dazu gibt es gegrilltes Brot vom Allerfeinsten. Ebenfalls eine reine Gaumenfreude und sehr sättigend!

Suppe „Contadina“

Brot

Dass das Spaccaforno seine selbst gebackenen Brote so bewirbt, muss natürlich ausgekostet werden. Also haben wir uns auch ein Brot bestellt. Und zwar das „Fassona“ mit Tatar vom Fassona-Rind, Kapern, Zwiebeln und Kräutersalat:

Brot „Fassona“

Feines Tatar und toll geröstetes Brot! Ein Gedicht!

Die Nachspeisen

Desserts sind ja immer so eine Sache. Und als ich auf der Karte „Eis, verschiedene Sorten (Vanille, Schoko, Zitrone)“ las, hatte ich schon keine großen Erwartungen mehr. Ehrlich? Eis? Außer dem Eis gab es auch eine Panna Cotta und eine „Cremoso al Mascarpone“ — typisch italienisch eben.

Und was soll ich sagen? Die Panne Cotta ist eine Gaumenfreude! Ich muss wohl zugeben, dass ich noch nie so eine runde, wohlschmeckende Panna Cotta gegessen habe!

Panna Cotta

Wenngleich die Panne Cotta nicht sonderlich spektakulär aussieht, so sorgt sie doch für wahre Geschmacksexplosionen im Gaumen. Egal, wie satt Du nach Deiner Pizza bist: lasse Dir nicht die Panna Cotta entgehen!

Und die „Cremoso al Mascarpone“ haben wir natürlich auch probiert. Auch hier gilt: probiere sie! Es ist keine gewöhnliche Mascarpone-Creme. Mehr will ich an dieser Stelle gar nicht verraten, um die Überraschung nicht zu verderben.

Die Getränkeauswahl

Auch die Getränkeauswahl ist konsequent italienisch gehalten. Es gibt italienische Aperitif, italienische Rot- und Weißweine und italienische Biere. Und auf seine Cola muss man auch nicht verzichten 😉

Der Service

Bevor ich den Service bewerte, drehe ich eine kleine Extrarunde bezugnehmend auf den Reservierungsvorgang (den es ja gar nicht gibt).
Wie gewünscht erschienen wir ohne Reservierung im Restaurant Spaccaforno und mussten — warten. Zwar nur zehn Minuten, aber ein paar Gruppen hinter uns standen sicherlich auch eine halbe Stunde im Eingangsbereich herum, bis ein Tisch frei wurde.
Ich würde es begrüßen, wenn die Betreiber sich dieses Vorgehen noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Es mag zwar sehr mediterran und relaxed sein, aber ich ziehe es vor zu einer gesetzten Uhrzeit einen Tisch sicher zu haben.

Alle Servicekräfte, mit denen ich ins Gespräch gekommen bin, sind außerordentlich freundlich und können die Karte sehr gut erklären. Auf Lebensmittelunverträglichkeiten wurde problemlos eingegangen und die Leute wussten sogar, was in den Gerichten ist. Das ist heutzutage ja schon eine Seltenheit.
Auch bei den Getränken, ja selbst bei den Bieren gab es eine gute Beratung und wir wurden relativ flott bedient. Relativ deshalb, weil die Zeit zwischen den Gängen ein wenig lang war. Da hätten wir uns schon noch den einen oder anderen Besuch vom Service gewünscht. Allerdings war der Laden auch bis zum Bersten voll und allerhand los und da auf ein kurzes Handzeichen prompt reagiert wurde, fällt das nicht weiter ins Gewicht.

Die Sanitäranlagen

Was wäre eine Restaurantkritik ohne ein Besuch in den gefliesten Räumlichkeiten? Auch hier ist alles sehr chic, neu und sauber — das Spaccaforno hat ja auch gerade erst eröffnet. Es gibt hier keinen dieser unsäglichen Luftbläser sondern übliche Papiertücher.

Unser Fazit

Preis-Leistungs-mäßig ist das Spaccaforno voll auf der Höhe der Zeit. Hier gibt es wirklich nichts zu meckern. Die Pizza kostet um die € 12,- und ist wirklich jeden Cent wert! Geschmacklich können auch die anderen Gerichte überzeugen und vor allem die Desserts sind die reinste Freude!

Die Leute dort sind nett, kennen sich aus und sind stets hilfsbereit. Wir werden auf jeden Fall noch einmal dort einkehren und auch die anderen Pizzen ausprobieren. Natürlich nur, falls wir auch einen Platz ergattern können, ohne zu lange rumzustehen.

Kontaktdaten

Spaccaforno — Pizza e Pane
Fuhlsbüttler Straße 300
22307 Hamburg

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag: 12:00 bis 22:00 Uhr
Telefon: +49 40 53009595
www.spaccaforno.de

Bewertungspunkte des Spaccaforno
  • 5/10
    Reservierung - 5/10
  • 7/10
    Ambiente - 7/10
  • 6/10
    Vorspeisen - 6/10
  • 8.5/10
    Hauptspeisen - 8.5/10
  • 9.2/10
    Desserts - 9.2/10
  • 7/10
    Getränke - 7/10
  • 6.5/10
    Service - 6.5/10
  • 6.5/10
    Sanitäranlagen - 6.5/10
  • 8/10
    Preis-Leistungs-Verhältnis - 8/10
7.1/10

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