Stark Naked (EP/2020)

Wem der englischsprachige Ausdruck „stark naked“ nichts sagt, dem verrät bereits das Cover, wofür der Titel steht: denn dort liegt Rebecca Pidgeon neben ihrem Pudel auf dem Sofa — nur in ein Handtuch gewickelt; also pudelnackt.

Auf dem EP sind drei Titel enthalten:

Tracklisting

  1. La96l (03:08 min.)
  2. Stark Naked (04:15 min.)
  3. Mustang (02:42 min.)

Rezension

Das erste Stück,“ La96l„, erinnert mich ein wenig an den Frühling. Die ersten Knospen kommen hervor, Vögel zwitschern und man kann die Frühlingssonne riechen. Beschwingtes Klaviergeklimper und ein Percussions, die an Baustellen in der Stadt erinnern. Die Instrumente scheinen alle etwas durcheinander zu spielen und darüber schwingt die melodische Stimme von Rebecca Pidgeon. Ein schönes Stück, das ein wenig an Peter Gabriel erinnert.

Stark Naked“ ist das gleichnamige Stück zum EP-Titel und führt die bisherige musikalische Entwicklung von Rebecca Pidgeon konsequent fort. Rhythmisch, melodisch und ausgewogen mit dem gewissen Etwas würde ich es als modernen Pop-Jazz bezeichnen.
Im folgenden Video bekommt man einen schönen Eindruck davon, wie sich der Song live anhört, wobei die Studioproduktion etwas feinsinniger ist:

Mit dem dritten Song „Mustang“ neigt sich die EP dann leider auch schon wieder dem Ende entgegen. Tief-wabernde Bässe erfüllen meinen Hörraum mit einem mystischen Schlaflied.

Sollte diese EP der Auftakt zu einem neuen Album sein, bin ich sehr gespannt, wie sich das Album entwickeln wird und welche Geschichte es zu erzählen weiß.
In Anbetracht der letzten Alben, insbesondere „Sudden Exposure To Light„, führt „Stark Naked“ die experimentierfreudige Entwicklung der Musik von Rebecca Pidgeon weiter und macht sehr Neugierig auf das, was da noch kommen mag.

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Stark Naked EP
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3.5