@Bastianoso

Kann denn E-Mail Sünde sein?

Der erfolgreiche Mitarbeiter ist heutzutage rund um die Uhr erreichbar. Berufliche E-Mails werden von allen jederzeit gelesen und beantwortet. Doch muss das so sein?

D64 meldete kürzlich in ihrem Ticker, Daimler plane während der Urlaubszeit ihrer Mitarbeiter eingehende E-Mails einfach zu löschen. Damit Urlaub wieder Urlaub ist.

Ich schmunzelte kurz und scrollte weiter. Doch jetzt stolperte ich über einen Artikel von Stephan Noller: Kann E-Mail Ausbeutung sein?
Darin führt er ein weiteres Großunternehmen als Beispiel an: VW.
Der Autobauer überlegt aktuell zusammen mit der Uni Heidelberg den Mitarbeitern die Möglichkeit zu nehmen im Feierabend noch E-Mails zu lesen oder zu beantworten und ich kann Stephans Beitrag nur unterschreiben.

Mein E-Mail-Verhalten

Bei mir gibt nur eine Regel, wann ich nach neuen E-Mails schaue: immer wenn ich wach bin.
Dabei ist es völlig irrelevant ob es Tag ist oder Nacht, ob es Wochenende ist oder Werktag, ob ich gerade zu Hause auf dem Sofa faulenze oder auf einer Party mit Freunden bin.

Stephan Noller kommt zu keiner Lösung und ich auch nicht. Nehme ich doch jeden Abend so viel Arbeit mit nach Hause, die ich im Büro nicht mehr schaffte. Doch, wieso nehme ich sie überhaupt mit? Ich kann mir nicht vorwerfen im Büro nur Däumchen gedreht zu haben. Die einfache Antwort darauf, wieso ich die Dinge nicht erledigen konnte lautet: weil ich gearbeitet habe.

Also wieso nach Hause fahren und dort weiter arbeiten?

Es nimmt kein Ende…

Heute war wieder einer dieser Tage. Am Freitag noch stolz wie Oskar auf die legendäre Inbox-Zero gewesen, waren es drei Tage später ganze 30 ungelesene E-Mails. Und für jede Nachricht, die ich las, bearbeitete und antwortete, kamen gefühlt drei neue rein. Trotz zig geschriebenen E-Mails verweilen aktuell 27 ungelesene E-Mails in meinem Postfach. Im Gegensatz zum Tagesstart sind das gerade mal drei weniger. Habe ich nur drei E-Mails abgearbeitet? Nein, aber man sieht die Arbeit einfach nicht mehr so einfach wie früher.

Außerdem stand in meiner Jobbeschreibung nie ein Wort davon, dass ich den ganzen Tag damit beschäftigt sein werde E-Mails zu lesen, zu bäppern, abzuarbeiten und zu beantworten.

Da stand so tolle Dinge wie Visionen entwickeln und umsetzen, Konzepte schreiben, das Produkt vorantreiben und einen Vertrieb aufbauen. Und irgendwie tue ich das ja auch den ganzen Tag. Jede kleine E-Mail leistet ihren Teil zu diesen übergeordneten Zielen, aber das sieht man nicht, wenn während des Antwortens Kollegen mit dem Satz „ich habe Dir gerade eine E-Mail geschrieben“ neben einem stehen.

Dazu reihen sich zahlreiche „teambuildende Maßnahmen“, wie es im Fachjargon heißt ein. Ein schöner Artikel dazu ist gerade bei der ZEITOnline erschienen,

…dann setze Du eins!

Vielleicht sollten wir alle mal eine Nabelschau machen und unser eigenes E-Mail-Verhalten analysieren und auch ändern. Auf Dauer kann das doch nicht gesund sein.

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