@Bastianoso

Ziviles Ungehorsam am Tag der Arbeit

Nein, mit Arbeitsverweigerung hat dieser Beitrag nichts zu tun.
Diese Real-Life-Aktion ist wirklich nur etwas für die hartgesottenen unter uns Freaks, Geeks und Nerds.

Dieses Jahr fand am 1. Mai in Hamburg eine große Demonstration der rechten Szene statt und die linken luden zur Gegendemonstration ein.

Die gesamte Veranstaltung lief, den Umständen entsprechend, äußerst friedlich ab und die Stimmung war fast wie auf einem Volksfest oder einer Wohltätigkeitsveranstaltung. Nur mit mehr Polizeipräsenz.

Ich möchte hier auch gar nicht lanke schwafeln, sondern füttere eure Neugier mit ein paar Bildern und zwei kurzen Videos:

In Altona ging es los

In Altone kam es am Abend zuvor schon zu kleineren Ausschreitungen an der roten Flora, ein klassischer Treffpunkt der linken Szene, direkt gegenüber von meinem Lieblings-Käseladen. Die Polizei hatte die Sache aber gut im Griff und die Bilder, die da durchs Fernsehen geisterten waren, nunja, etwas dramatischer als es tatsächlich war.

Der Weg zur Demo

Eigentlich wollten wir nur mal kurz „die Rechten“ sehen und begaben uns auf den Weg zur Demo. Ein paar Buhrufe vielleicht, und dann wollten wir Mittag machen.

Polizei beseitigt Reste einer Straßensperre

Auf dem Weg dorthin kamen wir schon an den Überresten einer Straßensperre vorbei…

Eine kleine Blockade

Eine Kreuzung wurde von linken blockiert, die Polizei tat nichts, es waren keine Rechten zu sehen.

die große Polizeisperre

Hier nähern wir uns einer größeren Polizeisperre. Die Stimmung ist friedlich doch von den Rechten ist keine Spur zu sehen. Wir fühlen uns etwa so wie Forscher, die seltene Tiere suchen….viele Leute, nur keine Rechten.

Wasserwerfer aus der Nähe

Nach ein paar Sprechchören á la „Deutsche Polizisten, schützen die Faschisten“ und „Alerta! Alerta! Antifascista!“ fahren die Wasserwerfer ihre Spritzen aus und die Scheinwerfer beleuchten die linke Menge.
Aber: keine Rechten zu sehen.

Brennende Mülltonnen

War ja klar, ein paar Deppen ist langweilig, weil es keine Rechten zu sehen gibt, und so zünden sie Alpapiercontainer an…
Amüsantes Detail am Rande: im Arbeiterviertel Barmbek bringen Rentner auch zu Demozeiten ihr Altpapier weg, und werfen es auch in brennende Mülltonnen!

Die Lage spitzt sich zu

Nachdem wir nun schon über zwei Stunden gewartet haben und von den Rechten gerade mal die Fahnenspitzen gesehen haben, wurden wir hungrig und wollten wieder nach Hause, Mittag machen.
Doch: die Polizei hatte uns eingekesselt.

  • geradeaus: Polizeisperre, drei Wasserwerfer
  • linksrum: Polizeisperre, ein Wasserwerfer
  • rechtsrum: Polizeisperre, zwei Wasserwerfer
  • hintenrum: Polizeisperre, vier Wasserwerfer

Den Sinn dieser Aktion habe ich bis heute nicht verstanden. Wir waren jedenfalls hungrig und versuchten mit ein paar anderen zusammen durch die rechte Blockade durchzubrechen. Doch herandströmende Polizeitrupps und um sich schießende Wasserwerfer bereitetem unserem Ausflug aus rohes Ende.
Davon gibt es übrigens keine Bilder, weil die Polizei das nicht wollte.
Also wieder zurück in die Mitte und geradeausgestarrt.

etwas mehr Rauch

Weiter rauchen die Mülltonnen.

Nun mal zu den Videos:

Irgendwann öffnete die Polizei die hinteren Absperrungen und wir konnten endlich Mittag machen.
Die Suche nach den Rechten haben wir dann aufgegeben.

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[…] meinem Beitrag zum 1. Mai ging es mir aber in erster Linie darum, unwichtige Szenen rauszuschneiden und die vielen einzelnen […]

[…] die Maitanzfeiern in den letzten Jahren bei mir eher ruhig waren (vom zivilen Ungehorsam mal abgesehen) wollte ich mal wieder ganz gepflegt und spießig abhotten. Wir trafen uns, quasi […]

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