Was man von hier aus sehen kann

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Kürzlich partizipierte ich an der Hamburger Theaternacht und zog mit einer großen Traube an immer wechselnden Menschen mittels Shuttle-Bussen quer durch Hamburg von Theater zu Theater.

In den wenigen verfügbaren Stunden schafften wir leider nur wenige Theater, aber die, die wir besuchen konnten, haben uns begeistern. Wir waren im Ernst-Deutsch-Theater, ganz kurz in der Hamburger Staatsoper und in den Hamburger Kammerspielen.

Bei unserem Besuch der Kammerspiele hatten wir die Möglichkeit eine halbe Stunde in das Stück „Was man von hier aus sehen kann“ reinzuschnuppern und wir nutzten gleich die Möglichkeit der nächtlich geöffneten Theaterkasse, um uns zwei Karten für das Stück zu reservieren.

Mit geringem Mitteleinsatz und wechselnden Rollen bringen Gilla Cremer und Rolf Claussen das Stück unter der Regie von Dominik Günther auf die kleine Bühne der Kammerspiele und schaffen es dabei, die Emotionen und Dialoge so gut zu vermitteln, dass man gar nicht merkt, dass die Bühne fast leer ist.

Haupt-Requisite des Stückes sind ein paar Biergartenbänke. Die dienen mal als Küchentisch, mal als Bus oder Bahntür, oder als Bücherregal und mehr Deko braucht es eigentlich auch gar nicht.

Das Stück nach dem erfolgreichen Bestseller-Buch mit gleichem Titel von Mariana Leky schafft es mit minimalem Mitteleinsatz nicht nur die Geschichte zu transportieren, sondern kann auch die vielschichtigen Charaktere angemessen repräsentieren.

Ein großes Lob geht von mir an die beiden Schauspieler Gilla Cremer und Rolf Claussen („Die Söhne Hamburgs“), die die Geschichte so liebevoll und detailverliebt erzählen, dass man sich zwangsläufig als Teil des kleinen Dorfes in Deutschland fühlt.

Auch, wenn man das Buch nicht gelesen hat, kann man der Geschichte problemlos folgen und sollte man schon das Vergnügen der Lektüre gehabt haben, addiert das Theaterstück eine neue Dimension hinzu.

Obgleich man der Geschichte eine gewisse Dramatik nicht absprechen kann, habe ich selten so viel und herzlich gelacht, wie in dieser Vorstellung.

Das Stück läuft noch bis zum 12. November 2019 in den Hamburger Kammerspielen im Logensaal in der Hartungstraße 9-11.

Theaterkritik
  • Schauspielerische Leistung
  • Regie
  • Spannung
  • Emotionen
  • Musik
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
4.5

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