@Bastianoso

Filmtipp: Cheyenne — this must be the place

Nur eine weitere, verfilmte Nazigeschichte? Ja und nein; denn „Cheyenne — this must be the place“ behandelt als Thema zwar, wie so viele Filme, die Rachegelüste eines im Konzentrationslager gedemütigten Juden, aber auf eine erfrischend neue und ruhige Art.

Heute habe ich mal einen Filmtipp für euch. Ich bin zufällig über den Film gestolpert und habe ihn mir angesehen, weil gerade nichts besseres im Fernsehen lief. Hauptdarsteller ist Sean Penn und es kommt einem so vor, als wäre das Drehbuch gerade für ihn geschrieben worden.

Cheyenne — this must be the place“ ist kein effektheischender Actionfilm. Er ist im Gegensatz zu anderen Filmen, die sich mit der Geschichte der Juden nach dem zweiten Weltkrieg beschäftigen, fast schon langweilig. Sean Penn spielt Cheyenne, einen deprimierten Alt-Rocker im Gothic-Look — mit allem drum und dran: toupierte Haare, geschminkte Augen und Lippenstift.

Die Geschichte in drei Sätzen

Der Alt-Rocker Cheyenne führt ein eintöniges und isoliertes Leben im Ruhestand.
Als sein jüdischer Vater, zu dem er schon seit mehreren Jahrzehnten keinen Kontakt mehr hatte, stirbt, findet er heraus, dass dieser sein Leben lang auf der Suche nach einem ehemaligen SS-Aufseher war, der ihn im Konzentrationslager Auschwitz gedemütigt hatte.
Cheyenne beschließt die Suche fortzuführen und den Alt-Nazi zur Strecke zu bringen.

Was an diesem Film gefällt

Die Einführung der Charaktere und Geschichte ist sehr liebevoll und zeitintensiv umgesetzt. Fast die Hälfte des Films läuft ab und man weiß immer noch nicht so genau, worum es eigentlich geht. Man beobachtet Cheyenne lange Zeit beim Bewältigen seines tristen Alltags und auch der Tod des Vaters scheint zunächst nichts an seinem Leben zu ändern.

Als Cheyenne sich dann auf die Suche nach dem Alt-Nazi macht, entwickelt sich der Film zu einem moderat-spannenden Roadmovie.
Sean Penn verkörpert die Rolle perfekt und obwohl die Story sehr schlicht und ruhig vermittelt wird, sitzt man gebannt vor dem Fernseher um zu erfahren, was als nächstes passieren wird.

Rundrum ein stimmiger Film, der einen nachdenklich stimmt ohne einen aufzuwühlen order verstört zurück zu lassen.

Wer gerne entspannte Filme mit Happy End schaut, die einen geschichtlichen Hintergrund haben, der ist mit „Cheyenne — this must be the place“ bestens beraten!

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Von der Geschichte her scheint es schon nicht schlecht zu sein, da noch zudem der Sean-Penn-Faktor hinzukommt, könnte ich mir vorstellen den Film zu sehen. Bin wirklich ein absoluter Fan von ihm, kann mir vorstellen, dass er die Rolle total gut gemeister hat.

Kannte den Film nicht, war nicht im Kino oder?, kommt in mein Evernote-Ordner. Werde den mir bei Gelegenheit anschauen.

LG Marko

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