@Bastianoso

Ein Schokoladenmuseum in Hamburg

Im Chocoversum von Hachez, gegenüber vom Chilehaus in Hamburg, kann man die Entstehung der Schokolade von der Entdeckung der Kakaobohne bis hin zum heutigen Fertigungsprozess miterleben.

Hamburg, die alte Hafenstadt, hat nicht nur ein Kaffee- und Gewürzmuseum zu bieten, sondern seit kurzem auch ein Schokoladenmuseum. Der Schokoladenhersteller Hachez hat gegenüber des Chilehauses das Chocoversum eröffnet, ein Museum der ganz besonderen Art.

Als leidenschaftlicher Schokoladengenießer habe ich mich auf den Besuch dort sehr gefreut, denn neben der Führung durch die Ausstellung durfte auch jeder Gast seine eigene Tafel Edel-Vollmilchschokolade kreieren und nach dem eigenen Geschmack verfeinern. Sonst hatte ich keine besonderen Erwartungen an die Ausstellung. Denn was sollte man über Schokolade schon noch groß erzählen können?
Doch die Ausstellung ist erstaunlich gut aufgebaut und durch die Führung werden die einzelnen Exponate so gut erklärt, dass ich wirklich viel dazu gelernt habe.

Aufbau des Ausstellungsrundgangs:

Der Rundgang startet mit einem Überblick über die ursprünglichen Heimatländer der Kakaopflanze und deren Verbreitung im Zeitalter der Kolonialisierung. Außerdem wird erklärt, wo die Unterschiede zwischen normaler Schokolade (Konsumkakao), Edel-Schokolade (Edelkakao) und dem seltenen Wildkakao liegen.

Im Laufe der Führung macht man an jeder Station des Entstehungsprozesses von Schokolade halt und, das finde ich am besten: man kann an jeder Station probieren! Das fängt an bei einer frisch aufgeschlagenen Kakaofrucht, bei der man die rohen Bohnen samt Fruchtfleisch kosten kann, an und geht über die gerösteten Bohnen bis hin zur fertigen Schokolade.

Dabei fand ich es äußerst interessant den Geschmack des Kakaos von der Bohne bis zur Tafel zu kosten — so bekommt man ein sehr gutes Bild davon, wieviel Arbeit am Ende in einer einfachen Tafel Schokolade steckt.

Ich war besonders beeindruckt davon, wie lecker die zähe Kakaomasse nach dem Rösten und Mahlen bereits schmeckt, wenn sie im Mélangeur mit Vollmilchpulver vermengt wird und noch einige Stücke der Kakaobohne zu spüren sind. Denn schließlich ist das erst der viertletzte Schritt, bevor die Schokolade fertig ist und verpackt wird. Nach dem Vermischen im Mélangeur wird die Masse noch gewalzt um schließlich für mindestens 72 Stunden in der Conche ihren letzten Schliff erhält und in Form gebracht werden kann.

Hachez hat es mit dem Chocoversum geschafft eine Ausstellung über die Geschichte und Verarbeitung der Kakaobohne zu schaffen, bei der die Marke angenehm im Hintergrund bleibt und Platz für den eigentlichen Star der Show, die Kakaobohne, bietet. Es wird nicht über andere Marken hergezogen und die eigene wird auch nicht als die Beste Marke/Schokolade dargestellt.Selbstverständlich gibt es am ende des Rundgangs einen kleinen Shopbereich, in dem vornehmlich Hachez-Produkte angeboten werden. Aber da es in Hamburg ohnehin schwierig ist Hachez-Produkte zu erwerben, stört das nicht weiter.

Fazit

Jedem Schokoladenfreund kann ich also nur empfehlen die etwa 90-minütige Führung mitzumachen. Man erhält dafür die einmalige Chance rohe Kakaofrüchte zu kosten, sich eine eigene Tafel Schokolade zu gestalten und ganz nebenbei erfährt man noch eine Menge über den Herstellungsprozess.

hachez-und-kindersklavereiIch hätte mir einzig mehr Informationen über die schweren Vorwürfe der Kindersklaverei in Westafrika gewünscht — mehr als eine schöne Hinweistafel war leider nicht drin.

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