Azubi-Abend auf der Kartbahn

Heute war in meiner Firma der überhaupt erste Azubi-Abend.
Neben meinem Kollegen und mir im ersten Lehrjahr, gibt es noch zwei Informatikkaufmann-Azubis im zweiten Lehrjahr.

Zusammen mit unserem Ausbilder und der Kollegin aus dem Personalmanagement, die unsere Vorstellungsgespräche geführt hat, sind wir nach der Arbeit zur Kartbahn gefahren.

Kart fahren, das kenne ich nur von Berichten über Ralf Schumacher.
Zuerst stellte ich fest, es fehlt jeglicher Komfort:
keine gepolsterten Sitze,
keine Heizung,
kein Radio,
keine Spiegel und
vor allem kein Anschnallgurt!

Aber gut, wenigstens gibt’s einen Helm.

Nach der Belehrung durch den Rennleiter, der uns auf die Bedeutung verschiedener Fahnen und Lampen hinwies, ging es auch schon auf die Strecke.

Zunächst fand ein zehnminütiges Qualifying zur Feststellung der Startpositionen statt; besonders aber zum Reifen warm fahren.

Danach wurde 20 Minuten lang gebrettert als gäbe es kein Morgen mehr.
Das höchste der Gefühle war vor den Kurven den Fuß kurz vom Gas zu nehmen, bestenfalls durchfuhr man sie mit durchgetretenem Gaspedal.
Auf Geraden galt es Bleifuß zu fahren und die Bremsen für den Notfall zu schonen.

Runde um Runde verging und ich hing dem Erstplatzierten lediglich vier Sekunden hinterher. Wie schwer es ist vier Sekunden zum Vordermann aufzuholen konnte ich mir beim Formel 1 schauen nicht vorstellen – jetzt kann ich es.

Mit viel Mühe bin ich bis auf zwei Sekunden an ihn herangekommen, bin dann aber zu schnell in die Kurve und seitlich etwas weggedriftet; so fuhr er davon.

Ich machte einen erneuten Angriff mit veränderter Strategie:
die Kurven langsamer zu nehmen, die Gerade dafür so schnell bis das Kart dermaßen vibriert, dass man kaum noch geradeaus schauen kann.

Das hat auch ganz gut geklappt, überholen konnte ich ihn trotzdem nicht mehr 🙁

Ich war dann froh mit kaum schmerzendem Rücken, aber äußerlich unversehrt, ins Ziel zu kommen und freute mich auf den anschließenden Umtrunk.

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