Von Kaninchen und Schnecken

Nachdem wir so lange auf den Frühling warten mussten, wollten wir es uns im Garten mal so richtig schön machen und haben uns mit allerlei Blumenzwiebeln, Samen und Pflänzchen eingedeckt. Auch einen kleinen Kräutergarten haben wir uns eingerichtet — damit haben wir zum Kochen immer frische Kräuter zur Hand.

Nun ist es aber so, dass nicht nur wir uns an der Frühlingspracht erfreuen, sondern sich auch diverses Getier daran satt sieht — und frisst.
Und das ist keineswegs böse gemeint, aber als ich das Baby-Kaninchen dabei erwischte, wie es unsern Rucola bis auf die Wurzeln abnagte, konnte man meinen Gesichtsausdruck nicht gerade freudig erregt nennen.Schuldbewusst verzog sich das Kaninchen unter dem nächsten Busch und verschwand laut rumpelnd im Nachbargarten.

Den Rucola haben wir inzwischen auf einer erhöhten Position in Sicherheit gebracht und — Gott sei Dank — das Pflänzchen treibt schon wieder neue Blätter.

Heute sichtete ich dann einen weiteren Plagegeist: eine kleine Schnecke (siehe Bild) umrundete in aller Ruhe einen Blumentopf.
Doch so, wie ich das Kaninchen verschont habe, habe ich auch die Schnekke in Ruhe ihre Bahnen ziehen lassen. Wir haben sicherlich ein wenig Grün für die Kleinen übrig und schließlich soll jeder an diesem Kleinod seine Freude haben.

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