@Bastianoso

Mit Katzen an der Leine gehen

Igor im Garten

Katzen an das Tragen eines Geschirrs zu gewöhnen kann mühselig sein — oder ganz einfach. Unsere beiden Kater decken beide Fälle ab.

Unsere beiden Katertiere sind jetzt knapp sieben Monate alt und wir haben Frühling.
Der perfekte Moment um mit den beiden einen Ausflug in den Park zu unternehmen. Doch wie bekommt man die beiden, die es gewöhnt sind ständig „nackt“ herumzulaufen, dazu ein Geschirr zu tragen? Denn anders als Hunde, sehen Katzen es überhaupt nicht ein „bei Fuß“ zu gehen, wenn es doch so viel spannendere Dinge zu entdecken gibt!

Katzen an ein Geschirr gewöhnen

Wir haben uns zu diesem Zweck ein komfortables, geschlossenes Katzengeschirr zugelegt, welches die beiden richtig schön festhält und haben uns eingebildet, dass es durch die geschlossene Machart sicher sehr bequem zu tragen sei.

Im Fernsehen haben wir gesehen, dass viele ihre Katzen mit Clickertraining und Leckerlis über Wochen hinweg ganz langsam an das Geschirr gewöhnt haben:

  1. Das Geschirr zeigen und beschnuppern lassen: Leckerli!
  2. Geschirr auf den Rücken legen und so lange belohnen, bis es die Katze nicht mehr stört.
  3. Ein paar Tage später versuchen das Geschirr zu schließen und wieder belohnen.
  4. Die Katze mit angezogenem Geschirr durch die Wohnung laufen lassen.
  5. Irgendwann sie an die Leine gewöhnen und dabei wieder kräftig belohnen!
  6. Nun sollte es rausgehen können. Falls die Katze auch hierbei Angst zeigt, langsam und ganz geduldig mit Leckerlis anlocken.

Das war uns aber irgendwie zu aufwändig und da sich unsere beiden Kater bisher bei nichts ängstlich gezeigt haben, ja selbst den Tierarztbesuch und die Autofahrt dahin gut gemeistert haben, wollten wir es einfach mal ausprobieren und haben uns für die Expressmethode entschieden.

Wir haben das Geschirr dem jüngeren Igor hingehalten und es beschnuppern lassen, es dann kurz auf seinen Rücken gelegt und als er selbst da noch anstandslos still hielt und keine Anzeichen von Unbehagen zu erkennen waren, haben wir es festgeschnallt.

Nach anfänglichen Problemen konnte Igor damit auch problemlos durch die Wohnung laufen — nur der ältere Hemingway ließ sich nicht dafür begeistern. Kaum hatten wir es ihm angelegt, stand er steif wie eine Katzenstatue da und man konnte zusehen, wie er ganz langsam auf die Seite fiel. Er bewegte sich nur noch durch Robben und Rollen vor- bzw. seitwärts und an einen Ausflug mit ihm war nicht zu denken.

Also habe ich das „Leibchen-Geschirr“ in ein einfaches mit ein paar Schnüren befestigtes umgetauscht. Igor kann sich darin noch besser bewegen und Hemingway, naja, bewegen, also, er wälzt sich jetzt schneller von A nach B. An das Geschirr müssen wir ihn also noch eine Weile gewöhnen bevor es rausgehen kann. Da greifen wir jetzt doch auf die oben genannte Methode zurück.

Es kann rausgehen!

Igor war jedoch gar nicht mehr zu stoppen als die Tür aufstand und wollte das sich ihm neu erschließende Reich sofort erkunden.

Igor mit Katzengeschirr
Igors Geschirr sitzt perfekt! (und rot steht ihm gut)

Dabei stellten wir fest, dass die Leine mit 1,20m Länge für Igor einfach zu kurz ist! Es ist gar nicht so einfach mit einer neugierigen Katze Schritt zu halten! Vielleicht besorgen wir uns lieber eine leichte, aber längere Hundeleine für Igor. Oder gleich eine Flexileine 😉

Igor entdeckt die neue Welt
Igor entdeckt die neue Welt

Hemingway hingegen war das alles nicht ganz geheuer und, obwohl wir ihn auch rausgelassen hätten, zog er es vor sich das Treiben von Igor aus sicherer Entfernung aus anzuschauen:

Hemingway ist noch zögerlich und fühlt sich mit dem Arsch in der Wohnung wohler.
Hemingway ist noch zögerlich und fühlt sich mit dem Arsch in der Wohnung wohler.

Wir versuchen jetzt, je nach Laune der Kater, jeden zweiten Tag mit ihnen rauszugehen und ihnen die Welt da draußen Stück für Stück näher zu bringen. Ich glaube, dass wird denen gefallen und bietet doch deutlich mehr Action als sich in der Wohnung mit Kartons und Kastanien zu beschäftigen.

Leider können wir sie hier nicht als Freigänger ohne Begleitung rauslassen, da hier zum Einen schon mehrere Katzen ihr Revier abgesteckt haben und wir zum Anderen von zwei großen Hauptstraßen eingeschlossen sind. Wir haben aber die Hoffnung, dass es ihnen auch so genug Abwechslung bietet. Jedenfalls haben gestern beide nach dem Ausflug richtig lange geschlafen (und uns dafür die Nacht versüßt, aber das ist ein anderes Thema).

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