Gamification für die Corona-Warn-App

Nun, wo wir uns auf der einen Seite irgendwie in der vierten Corona-Welle befinden und auf der anderen Seite die Pandemie für beendet verklärt wird, sind mir ein paar Gedanken zur möglichen Weiterentwicklung für die Corona-Warn-App (CWA) gekommen.

Und zwar könnte man doch diese recht trockene und auf einen einzigen Zweck ausgelegte App mit Gamification ein tolles Rück voranbringen.
Ist das Handyspiel Pokémon Go ein Begriff? Mit der App läuft man in der Gegen rum und kann wilde Pokémon fangen, trainieren und in „Kämpfen“ seine kleinen Tierchen gegen die Tierchen anderer, echter Trainer antreten lassen.

Bei Pokémon Go sehe ich deutliche Parallele zur Corona-Warn-App. Denn während man bei Pokémon kleinen Tierchen begegnet, begegnet man mit der CWA in der Hosentasche anderen Menschen.

Wenn nun einer dieser Menschen, zu denen man längere Zeit Kontakt hatte, in der App hinterlegt, dass er positiv auf das Corona-Virus SARS-CoV-2 getestet wurde, dann erhält man eine kleine Warnmeldung in der App und kann sich dann auch einem Test unterziehen, um herauszufinden, ob man sich womöglich angesteckt hat.

Dabei ist das ganze System komplett anonym. So anonym, dass weder Gesundheitsamt noch App-Entwickler auch nur annähern sagen können, wer da was tut.

Gamification in der Corona-Warn-App

Nun ist es natürlich etwas dröge und ernüchternd, insbesondere ohne Lockdown und mit vermehrtem Kontakt zu fremden Menschen, wenn man die App mehrmals die Woche checkt, nur um zu erfahren, ob man sich womöglich irgendwo irgendwann angesteckt haben könnte.

Dabei ließen sich mit wenigen Erweiterungen der App doch noch viele weitere Merkmale hinterlegen, die bei Kontakt ausgewiesen werden könnten.

Mögliche Merkmale von App-Nutzern

Auszeichnung erhalten — Begegnung an 1 Tag mit einem Filmstar!

So könnte man doch zum Beispiel in seiner eigenen App weitere Marker hinterlegen, die bei Kontakt zu anderen appnutzenden Menschen übertragen werden:

  • Millionär:in
  • Milliardär:in
  • Pop-/Rockstar
  • Fernseh-/Filmstar
  • Politiker:in
  • Astronaut:in

Wenn man dann abends nach Hause kommt und routinemäßig einen Blick in die App wirft, muss man nicht immer befürchten, irgendwo einen Risikobegegnung mit einer ansteckenden Person gehabt zu haben, sondern hat vielmehr auch die Möglichkeit überrascht zu werden.

Wer war dieser Filmstar, dem ich begegnet bin? Wo war das? Wann war das? Haben wir womöglich sogar miteinander gesprochen und ich habe ihn nicht erkannt?

Das Ganze ließe sich natürlich auch ins Pessimistische verkehren:

  • Bankräuber:in
  • Entführer:in
  • Kriegsverbrecher:in
  • Diktator:in
  • Axtmörder:in

Aber das ist natürlich nur Quatsch!

Schließlich messen die Smartphones nur die Begegnungen der Geräte und tauschen keine Identifiziere mit aus, die dann zentral gematched werden.
Und die Hinterlegung der Marker müsste ja auch irgendwie abgesichert werden, sonst ist auf einmal ein jeder ein Filmstar — aber witzig wäre es schon, wenn wir mal neuere Meldungen erhalten würden.

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