@Bastianoso
Weihnachtsgeschichte der Augsburger Puppenkiste
Bildquelle: KIKO Theater-, Film- und Fernsehproduktions GmbH

Die Weihnachtsgeschichte der Augsburger Puppenkiste

Die Augsburger Puppenkiste hat die biblische Weihnachtsgeschichte rund um Maria, Josef und das kleine Jesus-Kind wiederbelebt und ins Kino gebracht.

Weihnachtsfilme gibt es inzwischen viele. Manche würden sagen, zu viele. Und obgleich die Auswahl an Filmen für die Adventszeit groß ist, sind darunter nur wenige meiner Lieblingsfilme. Zu meinen Lieblings-Weihnachtsfilmen gehören die „Muppets Weihnachtsgeschichte“ (frei nach Charles Dickens), „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und „Nightmare before Christmas“.

Und vielleicht ist jetzt ein neuer Lieblingsfilm dazu gekommen; die Weihnachtsgeschichte der Augsburger Puppenkiste.
Wer bei der Augsburger Puppenkiste zunächst an Urmel, Jim Knopf und Lukas denkt, erinnert sich bestimmt an die tollen Geschichten von der Insel mit den zwei Bergen — Lummerland. Die Weihnachtsgeschichte konzentriert sich jedoch völlig auf die biblische Vorlage und man sieht keine Drachen oder Lokomotivführer.

Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas & Matthäus

Mit der Weihnachtsgeschichte hat die Augsburger Puppenkiste einen biblischen Klassiker als Puppenspiel aufgelegt und bei der Gelegenheit gleich verfilmt und ins Kino gebracht. Als Vorlage dienen die Evangelien Lukas und Matthäus, womit das Setting der Story auch schon klar ist: Ebenezer Scrooge und Tiny Tim Cratchit sucht man hier vergebens. Die Handlung dreht sich rund um Maria, Josef und ihre Reise nach Bethlehem. Begleitet werden die beiden von ihrem treuen Esel Noël, der ebenfalls als eine Art Erzähler auftritt.

Die Inszenierung ist herrlich einfach gehalten und man konzentrierte sich bei der Produktion auf das Wesentliche: das klassische Marionetten-Puppentheater.

Die Weihnachtsgeschichte der Augsburger Puppenkiste ist mit reichlich Details ausgeschmückt worden und vervollständigt das löchrige Bild, welches zahlreiche Kirchen-Krippenspiele hinterlassen haben, auf ebenso tiefgründige wie amüsante Art und Weise. Im Laufe des Stückes begegnet man sowohl Personen jüdischen Glaubens, wie auch muslimischen Glaubens, die mit einer Leichtigkeit miteinander interagieren, wie man es sich heute wünschen würde. Aber auch Argwohn und Missgunst werden in Form der römischen Besatzungstruppen beleuchtet, was dem Stück wieder einen deutlichen Bezug zur heutigen Zeit gibt.

König Melchior parliert in österreichischem Dialekt und auch schwäbische und französische Sprechweisen tauchen auf. Der Erzengel Gabriel hat einen deutlichen jiddischen Einschlag und das Dromedar spricht nicht von Gott, sondern von Allah. Aber allen ist gemein, dass sie das Wunder Gottes auf Erden bestaunen möchten.

Untermalt wird das Stück mit dezenter Klezmermusik und gelegentlichen Gesangseinlagen der Tiere, die glücklicherweise kein bisschen albern, sondern sehr schön wirken.

Und am Ende stimmen alle auf eine eigene Version von „Stille Nacht“ ein.

Fazit

Ganz klar verklärt die Inszenierung die damaligen religiösen Verhältnisse und schmückt die Geschichte ordentlich aus, aber es liegt mir fern an dieser Stelle eine theologische Analyse des Stückes loszutreten. Denn das steht meiner Meinung nach auch nicht im Vordergrund der Weihnachtsgeschichte der Augsburger Puppenkiste. Stattdessen stellt das Marionetten-theaterstück für mich eine zeitlose Inszenierung dar, die die Harmonie des Zusammenlebens von Mensch und Tier und ihre Einheit bildlich darstellt.

Ich glaube, dass auch in einigen Jahren noch diese Version der Weihnachtsgeschichte im Fernsehen laufen wird und sich viele Menschen darüber freuen werden.

Wer noch nicht die Chance hatte, sich den Film anzusehen, kann dies noch nächsten Adventssonntag tun. Die nächsten Vorführungen finden dann wohl erst wieder im nächsten Jahr statt.

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