Nichtraucher sind Querulanten

In anbetracht der aktuellen Gesetzeslage zum AGG (Allgemeinen Gleichstellungsgesetz) und kürzlich in Kraft getretenen Nichtraucherschutzgesetz ist mir dieser Vorfall einer kleinen Büsumer Computerfirma völlig unverständlich.
Da der Artikel sehr kompakt geschrieben ist, gibt’s ihn in voller Länge zu lesen:

Hamburg (AP) Ein Firmenchef aus Büsum in Schleswig-Holstein hat nach einen Zeitungsbericht drei Nichtrauchern gekündigt, weil sie angeblich den Betriebsfrieden gefährden. «Raucher sind bei uns nun mal die besseren Angestellten», wird der als Thomas J. benannte Firmenchef in der «Hamburger Morgenpost» (Dienstagausgabe) zitiert. Nach Angaben des Blattes handelt es sich um eine Computerfirma mit zehn Angestellten.

Die Zeitung zitiert den Chef des namentlich nicht genannten Betriebs mit den Worten: «Die nicht rauchenden Mitarbeiter waren tatsächlich der Meinung, sie hätten Anspruch auf rauchfreie Zonen.» Das habe er mit einer fristlosen Kündigung beantwortet. Die Mitarbeiter arbeiteten auf engem Raum, hieß es. «Wir telefonieren viel und das geht nun mal entspannter mit einer Zigarette», sagte der Chef laut «Mopo».

Mit der Arbeit der gekündigten Nichtraucher sei er zufrieden gewesen, räumte der Firmenchef laut Bericht ein, aber er habe «keine Lust auf Querulanten».

© 2008 The Associated Press

An Stelle der Nichtraucher würde ich mich jetzt, ganz dem Querulantentum verpflichtet, wieder in die Firma reinklagen und mir zeitgleich eine neue Stelle suchen. Beim vom Gericht vorgeschlagenen Vergleich fährt man mit der abgestaubten Abfindung dann schön in Urlaub.

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