Ein Kater kommt selten allein

Anfang Januar berichtete ich über unseren Neujahrskater Hemingway.
Er hat sich inzwischen richtig gut bei uns eingelebt. Aus dem schüchternen kleinen Katerchen ist mit inzwischen fast drei Kilo ein stattlicher Kater geworden, der unser Leben fest im Griff hat. Das gibt uns schon einen kleinen Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird, denn: Sibirische Kater werden im Laufe der Jahre locker bis zu acht Kilo schwer!

Doch so sehr es ihm bei uns auch gefällt, er ist schon sehr einsam, wenn wir mal nicht da sind. So stürzt er sich noch in der Eingangstür auf mich, wenn ich nach Hause komme, und ich muss erstmal eine halbe Stunde intensiv mit ihm spielen, eh ich es mir überhaupt erlauben darf, die Jacke auszuziehen.
An längere Abwesenheiten, wie z.B. ein verlängertes Wochenende an der Côte d’Azur, ist somit gar nicht zu denken.

Damit ihm, vor allem tagsüber, nicht so sterbenslangweilig ist und weil es ja immer besser ist Tiere nicht alleine zu halten, haben wir uns entschieden seinen Halbbruder Igor (benannt nach Igor Emmanuilowitsch Grabar) auch noch bei uns aufzunehmen. Zwei Katzen im Haushalt machen dabei erstaunlicherweise kaum mehr Arbeit als eine: beide teilen sich Katzenklo, Kratzbaum und Spielzeug. Lediglich zwei neue Näpfe haben wir besorgt, damit es beim Essen keinen Streit gibt.

Die Katzenzusammenführung

Obwohl die beiden sich aus jungen Tagen noch kennen, hatten wir natürlich befürchtet, dass die beiden sich gar nicht verstehen und sich gleich anfeinden. Glücklicherweise lief der Einzug von Igor einigermaßen reibungslos ab. Als die Transportbox aufging, krabbelte Igor neugierig raus und wurde gleich von Hemingway beschnuppert. Daraufhin hat Hemingway dem Neuen die Wohnung gezeigt — mehr oder weniger liebevoll wurde Igor durch die gesamte Wohnung gejagt. Katzenklo, Kratzbaum und Fressnäpfe wurden im Vorbeigehen gezeigt und die darauffolgenden Stunden haben die beiden damit verbracht, ordentlich zu raufen. Es flog hier und da ein kleines Fellbüschel durch’s Wohnzimmer, aber Igor konnte sich gut gegen den drei Wochen älteren Kater durchsetzen.

Als Hemingway einzog, hat er sich viel mit uns beschäftigt. Die ersten Tage haben wir von Igor aber nie etwas gesehen, weil Hemingway immer hinter ihm her war. Wir hatten schon Angst, dass Igor so gar kein Verhältnis zu uns aufbauen kann, aber inzwischen ist er genauso verschmust wie Hemingway, kommt zum Streicheleinheiten abholen vorbei und schaut mit uns abends fern.

Was ändert sich durch zwei Katzen im Haushalt?

Wie ich in meinem Artikel zum richtigen, weil gesunden Katzenfutter schrieb, fraß Hemingway besonders gerne Trockenfutter und rührte das Nassfutter kaum an. Das hat sich mit dem Einzug von Igor geändert: denn Igor pflegt eine besondere Vorliebe für Animonda und Hemingway kann es natürlich nicht tolerieren, dass Igor sich das Zeug alleine einverleibt. So ist unser Bedarf an Nassfutter etwas gestiegen, aber sonst halten sich die zusätzlichen Ausgaben im Rahmen.
Etwa einmal im Monat streuen wir das Katzenklo komplett neu ein und kaufen uns dafür einen neuen 25 Liter Sack Klumpstreu — das haben wir vorher aber auch schon so gemacht.

Igor ist jetzt gut eine Woche bei uns und obwohl er nur drei Wochen jünger ist als Hemingway, fällt der Größen- und Gewichtsunterschied recht deutlich aus:

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Hemingway (links) und Igor (rechts)

So sorgen wir jetzt erstmal dafür, dass Igor ein wenig zunimmt und sich auch so gut entwickelt, wie Hemingway.

Wer auf dem neusten Stand der Katerentwicklung von Igor & Hemingway bleiben möchte, kann gerne meinen Instagram-Feed abonnieren. Dort poste ich ab und an aktuelle Fotos der beiden Terroristen.

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