Corona-Tagebuch im Januar 2023

Hinweis: Dieser Artikel ist Teil einer mehrteiligen Serie:

Corona-Tagebücher aus dem Jahr 2020
Februar & März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober | November | Dezember

Corona-Tagebücher aus dem Jahr 2021
Januar | Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober | November | Dezember

Corona-Tagebücher aus dem Jahr 2022
Januar | Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober | November | Dezember

Corona-Tagebücher aus dem Jahr 2023
Januar | Februar & März

Wenn in der Entwicklung der Pandemie alles so bleibt, wie ich mir das vorgestellt habe und wie Christian Drosten prognostiziert hat, dann werde ich das Tagebuch im Februar/März dieses neuen, inzwischen vierten Jahres der Pandemie, ganz gemächlich auslaufen lassen und wenn wir Glück haben, dann beschert uns die gelockerte Corona-Politik in China auch keine neue Mutation mehr.

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Corona-Tagebuch-Kalender im Januar 2023

Sonntag, 1. Januar 2023

Neujahr, Sonntag — da gibt’s zu Corona nichts zu vermelden.
Ich bin ja bloß froh, dass unser Stromnetz die enorme Last geschultert hat, als gestern halb Deutschland gleichzeitig ihren 1.500 Watt Raclettegrill eingeschaltet hatte.
Für die im Sommer angeschafften Heizlüfter und Ölradiatoren gab es ja reichlich Bedenken bezüglich der Belastbarkeit unseres Netzes und es wurde an jeder Stelle davor gewarnt, die gekauften Geräte bei kalten Temperaturen einzuschalten. Nun ist ja aber alles gut.

Dafür, dass die Inflation und die Energiekosten in diesem Jahr so reingehauen haben und Butter teilweise schon über drei Euro kostet, wurde aber mal wieder recht ordentlich geböllert.
So schlecht kann es den meisten also noch gar nicht gehen. Das ist doch beruhigend zu wissen.

Wir haben einen recht ruhigen Abend verlebt, nett gespeist, mit einem kleinen Glas Sekt angestoßen und sind dann kurz raus und haben unseren Wunderkerzen etwas Frischluftzufuhr gegönnt.

Durch die spontan und krankheitsbedingt leicht angepassten Silvesterpläne, kam ich zumindest dazu auch in diesem Jahr meinen Nachbarn auf der Insel beizuwohnen und dort die, wie immer, spektakuläre Silvesterparty zu besuchen. Melinda und Tom haben sich bei der Planung mal wieder selbst übertroffen!

Screenshot des Computerspiels 'Animal Crossing: New Horizons" vom Festplatz mit der großen Silvestersause, Feuerwerk und vielen bunten Luftballons
Silvesterparty 2022/2023 bei Animal Crossing

Heute ist der Plan, den Haushalt wieder auf Trab zu bringen, damit wir die nächste Woche überstehen können, ohne, dass hier alles drunter und drüber geht und dann steht natürlich auch noch das Neujahrs-Skispringen an — das wollen wir keinesfalls verpassen!

Und dann einmal schauen, was sich in der kommenden Woche in Sachen Corona so alles ergibt.

Freitag, 6. Januar 2023

Die erste Arbeitswoche im neuen Jahr ist vorüber und wir haben immer noch keine ordentlich gepflegten Zahlen zum aktuellen Infektionsgeschehen. Wegen Weihnachten und dem Jahreswechsel.
Erstaunlich.

Im Büro hingegen läuft bereits alles wieder auf Hochtouren. Nachdem ich ein paar Tage „Ruhe“ hatte um tatsächlich mal meine E-Mails, Tickets und Chatanfragen aufzuarbeiten, überschlagen sich die Ereignisse schon wieder. Es wird mal wieder umstrukturiert.
Und je mehr Kolleg:innen aus dem Urlaub zurückkehren, desto hektischer wird es auch schon wieder.
Dafür habe ich diese Woche sehr gut vorgearbeitet und kann von diesem Puffer hoffentlich noch eine Weile zehren. Wir werden sehen.
Nächste Woche wird gleich am Montag jedenfalls schon wieder die nächste Stress-Rakete gezündet.

Überraschenderweise gibt es, trotz mangelnder Datenlage, neue Nachrichten zur Pandemie, die ja irgendwie keine mehr sein soll, sondern eine welweit lokal auftretende Endemie, oder so ähnlich.

Das Gesundheitssystem warnt nach wie vor vor einer Überlastung, die sich aber entspannt. Zusätzlich warnen sie nun jedoch reihenweise davor pleite zu gehen. Irgendwas ist ja immer.
Dafür soll es ja aber „schnellstmöglich“ eine tolle Krankenhausreform von unserem Gesundheitsminister geben. Da ist man wohl schon am Schrauben.

Nach vielen anderen Ländern müssen sich nun auch in Deutschland aus China Einreisende einem PCR-Test unterziehen und es herrscht arge Beunruhigung über eine neue Variante, die derzeit noch auf den kryptischen Namen „XBB.1.5“ hört.
Aber sicherlich gibt es bei ausreichender Verbreitung da auch bald so einen schön sprechenden Namen wie „Höllenhund-Variante“.

Der neue Omikron-Subtyp XBB.1.5 soll laut WHO jedenfalls die bislang ansteckendste Subvariante des Coronavirus sein und sie gehört in den USA mit 40% schon zur am meisten verbreiteten Variante, die offenbar auch wieder zu vermehrten Krankenhauseinweisungen führt.
Genaues weiß man jedoch noch nicht. War ja schließlich gerade erst Weihnachten und Jahreswechsel und Resturlaube und so. Den nächsten Bericht soll es am 12. Januar geben.
Man soll sich als Bürger:in jedenfalls keine Sorgen machen, „es bedeute für den Normalbürger einfach, dass man sich mehrfach im Jahr mit Corona anstecken könne“. Na dann ¯\_(ツ)_/¯.

Dafür stellt der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte seine Impfungen zu März diesen Jahres komplett ein und wir haben in einigen Bundesländern erfolgreich die Maskenpflicht im ÖPNV aufgegeben.

Ich widme mich nun dem Haushalt und dann entspannen wir uns für morgen — da ist viel los!

Dienstag, 10. Januar 2023

InzidenzHeutein 2022in 2021
Hamburg122,8659,7 ↑154,9 ↘
Deutschland136,6375,7 ↑
Kleine Corona-Statistik des Tages

Das vermeintliche Ende der Pandemie hält nun auch so langsam in der Firma Einzug.
Zwar sind nach wie vor noch tagesaktuelle, negative Schnelltests zum Betreten des Büros von Nöten, aber so langsam werden die Etagen und Großraumbüros wieder mit Menschen vollgepfercht, als gäbe es keine hochansteckenden Infektionskrankheiten mehr.

Mit den abgesagten PCR-Tests, der neuen XBB.1.5-Variante und dem nach wie vor hohen Plateau an Infektionen versprechen das noch ein paar spannende Monate zu werden.
Hoffentlich entkomme ich da noch einer Infektion, denn mal wieder kommen die einschlage näher und ganze Teams begeben sich in Quarantäne. Abwarten und Tee trinken, nicht wahr.

Die letzten paar Tage waren jedenfalls recht schön. Am Wochenende ging es nach dem obligatorischen Wochenmarktbesuch noch ins Theater — natürlich mit Maske (was erstaunlich gut aushaltbar war) und wir hatten einen wirklich schönen Abend.
Am Sonntag haben wir uns dann noch privat — und frisch negativ getestet — mit Freunden getroffen und den Abend gemütlich in deren neuer Wohnung ausklingen lassen.
Die Arbeitswoche war bisher ausschließlich stressig und laut. Da die nächsten Tage ebenfalls schon wieder alle mit diversen Abwesenheiten und Terminen verplant sind, hoffe ich einfach mal auf die nächste Woche und versuche die Laufende einfach so gut wie möglich zu überstehen.

Ansonsten bietet China uns einen neuen weißen Fleck auf der Karte des Infektionsgeschehens, da nach wie vor keine auch nur halbwegs verlässlichen Zahlen von dort gemeldet werden.
Mecklenburg-Vorpommern beendet dann auch zum 2. Februar die Maskenpflicht im ÖPNV und in Sachsen ist es am 16. Januar so weit, in Thüringen am 3. Februar.
Soweit ich das korrekt verfolgt habe, bleiben dann noch lediglich Niedersachsen und Hamburg übrig.

Die Überwachung von Virenfragmenten im Abwasser zeigt eine deutliche Ausbreitung auf; so hoch wie derzeit waren die Werte seit Beginn der Aufzeichnungen Anfang 2022 noch nie und „die Kurve sei dreimal so hoch wie im Sommer“, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Na dann.

Und auch wenn derzeit kaum noch PCR-Tests durchgeführt werden, so haben wir heute dann wenigstens das erste Mal in diesem Jahr wieder halbwegs unzuverlässige Inzidenzwerte gemeldet bekommen.
Außerdem ist die Hadsch in Saudi-Arabien in diesem Jahr wieder für alle Muslime freigegeben.

So, nun widme ich mich wieder dem Haushalt und morgen werde ich wohl mal meine zu Jahresbeginn erneuerte Backup-Strategie wieder fortführen, so denn der Plan so weit aufgehen wird. Wir werden sehen und ich werde zu gegebener Zeit berichten.

Freitag, der 13. Januar 2023

InzidenzHeutein 2022in 2021
Hamburg83,1801,8 ↑136,5 ↓
Deutschland106,8427,7 ↑
Kleine Corona-Statistik des Tages

Ich möchte mich ja gar nicht beschweren.
Für einen Freitag, den 13. lief der Wochenabschluss heute gut durch. Ich habe tatsächlich fast alles von meiner ToDo-Liste erledigt. Lediglich eine hochkomplexe und vielschichtige Aufgabe, an deren Scope bereits mehrere Partner dran ziehen und zerren, blieb unbearbeitet. Aber dafür hab eich mir am Montag einen Slot blockiert und kann mich dann hoffentlich in Ruhe dransetzen.
Zumindest der ganze Kleinkram ist sauber abgearbeitet und das Tagesgeschäft läuft.

Damit werde ich die nächste Nacht hoffentlich ruhiger verbringen, als die vergangenen Nächte.
Im Moment schaufelt der Hauptrechner noch die letzten Terabyte des Backups zur remote location und in der nächsten Woche werde ich die Verkabelung mal erneuern müssen.
Da mein bestehendes NAS hoffnungslos veraltet und überfüllt ist (das System stammt aus dem Jahre 2005, ist also schon mehr als 17 Jahre alt!) und ich mich noch für kein neues System entscheiden konnte, hantiere ich nämlich gerade mit mehreren externen Festplatten rum.
Und damit kommt mein alter kleiner USB-Hub nicht mehr zurecht und versagt den Dienst.
Das kann man dann auch gleich zum Anlass nehmen, die ganze Kabelage und die Gerätschaften in die bestehende Verkabelungsbox zu verlegen.

Ein paar Ideen für ein NAS habe ich zwar schon, aber welches Gehäuse genau und vor allem und die weitaus schwierigere Frage ist: welche Festplatten nehme ich her?
CMR-HDD soll es schon mal sein. Aber auch dort gibt es ja genug Auswahl — halte ich mich da an die Herstellerempfehlungen oder wähle ich frei? Und wer soll der bevorzugte Händler dafür sein?
Da einfach nur ein paar olle Platten reinhauen und aufs Beste hoffen will ich eigentlich vermeiden.
Und dann sind da auch noch die Kosten und die Verfügbarkeit der Komponenten — in den Zeiten hoher Inflation und nach wie vor gestörten Lieferketten ist das ja auch nicht zu vernachlässigen.
Aber mit den externen Festplatten, die hier sowieso noch rumlagen, habe ich zumindest ein bisschen Zeit gewonnen.

Wie auch immer, zum Wochenabschluss gibt es bezüglich der allseits präsenten Pandemie ebenfalls eine ganze Reihe an Neuigkeiten:

  • Christian Drosten widerspricht im wiederbelebten Corona-Podcast, er habe die Pandemie für beendet erklärt und bedeutet, er entnehme den Daten lediglich die potentielle Entwicklung zur Endemie
  • derr Herr Wieler, derzeit noch viel zitierter RKI-Chef, hört zum April diesen Jahres auf
  • XBB.1.5 hat in Deutschland derzeit einen Anteil von einem Prozent und Christian Drosten rechnet wegen XBB.1.5 mit einer weiteren Winterwelle
  • derweil erwarten Experten etwa 3,7 Millionen neue Infektionen pro Tag in China
  • Hamburg verlängert die Corona-Schutzverordnung noch einmal bis Ende Januar

Und zum Schluss dieses Eintrags noch die weitaus wichtigeren Nachrichten zur Corona-Pandemie:

  • die EU-Gesundheitsbehörde ECDC ist der Meinung, dass XBB.1.5 für die meisten Menschen in Europa kein größeres Risiko darstellt
  • die kostenlos verfügbaren Corona-„Bürgertests“ werden ab dem 16. Januar kostenpflichtig, wenn man sie zum „Freitesten“ für das Beenden der Quarantäne nutzt (wie auch immer das festgestellt wird)
  • Karl Lauterbach hebt die Maskenpflicht im Fernverkehr zum 2. Februar 2023 auf
  • in dem Zuge endet die Maskenpflicht auch im ÖPNV in Bremen, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zum 2. Februar (in Hamburg und Nordrhein-Westfalen zum 1. Februar, Thüringen zum 3. Februar)

Ich bin gespannt, wie Februar und März dann infektionstechnisch so verlaufen werden.
Aber so lange die Tests immer weiter beschränkt werden und manche Menschen gar nicht mehr Zählen können, wie oft sie schon infiziert waren, wird wahrscheinlich gar nichts passieren.

Randnotiz: vorgestern, am Mittwoch, den 11. Januar 2023 begingen wir übrigens den dritten Todestag des ersten an Corona verstorbenen Menschen.

So, jetzt drehe ich noch eine Kontrollrunde durch den Haushalt und dann mache ich es mir mit frischem Brot und gebackenem Camembert vor dem Fernseher gemütlich und zappe mal beim Dschungelcamp rein, bevor es morgen wieder auf Tour geht.

Montag, 16. Januar 2023

Montag. Deshalb natürlich auch keine aktuellen Infektionszahlen vom Wochenende.
Nachdem in wenigen Wochen ja nun schon die Maskenpflicht im ÖPNV deutschlandweit fallen wird, mehren sich nun die Ersuche danach, auch im Gesundheitsbereich die Maskenpflicht aufzuheben.

Dass man in Restaurants am Platz keine Maske tragen musste, beim Aufstehen von selbigem allerdings doch — da kann man sich gerne über Sinn und Unsinn streiten.
Im Gedränge des ÖPNV halte ich Masken nach den Erfahrungen der letzten Jahres durchaus für sinnvoll.
Aber wie man nun darauf kommt in Regionen, in denen sich fast ausschließlich kranke Menschen aufhalten, die Maskenpflicht abschaffen zu wollen, das erschließt sich mir nun so gar nicht.
Wenigstens dort ist es doch sicherlich unbestritten sinnvoll, oder etwa nicht?

Naja, zum Glück bedeutet ein Ende der Maskenpflicht nicht automatisch auch ein Verbot, selbst noch eine Maske zu tragen. Und in Arztpraxen oder Krankenhäusern werden wir das weiterhin tun.
Dann hat die Pandemie wenigstens etwas Gutes gehabt.
Auch, wenn das sehr wenig ist.

Privat konnte ich am Wochenende, quasi nebenher, mein Jahresbackup vervollständigen und die ganzen externen Festplatten sind nun auch wieder vom Schreibtisch verschwunden und ordentlich weggestapelt.
Die können jetzt ganz in Ruhe und im Hintergrund daran arbeiten, alles auf dem neuesten Stand zu halten und ich werde mich das Jahr über mal weiter, ganz gemächlich, mit dem NAS-Thema beschäftigen. Mit alleine 4 Terabyte an Videodaten und theoretischen 3 Terabyte an Backup-Daten als Minimum — mit dem Wunsch nach mehr Speicher — wird das wohl kein kleines NAS werden können.

Am Wochenende haben wir dann außerdem, während der Rechner heimlich still und leise seinen Backup-Dienst verrichtete, endlich unser mehrmals wegen diverser Krankheiten (Corona, RSV, Grippe) verschobenes Adventsessen mit unseren Freunden nachgeholt!
Das war ein sehr schöner Abend mit leckerem Essen! Zur Abwechslung von Ente & Ganz haben wir den Abend im Sujet der italienischen Gaumenfreuden verortet und ließen es uns mit Antipasi und frischen, selbstgemachten Nudeln aus so einer modernen Pastamaschine gut gehen.
Ich hatte ja arge Zweifel bei dieser Maschine. Man wirft einfach nur Mehl rein (die Maschine sagt Stop) und schüttet dann die im Display angegebene Menge Flüssigkeit dazu (entweder aus Eiern, Wasser oder auch beidem) und dann verrichtet die Maschine ihr Werk.
Als sie das dröge Mehlpulver zu groben Klumpen knetete, hatte ich doch arge Zweifel, ob da auch nur halbwegs brauchbare Nudeln herauskommen. Aber nach dem Extrudieren waren es doch recht ansehnliche Nudelstränge, die auch fix gekocht waren.

Am Schönsten waren jedoch die vielen Gespräche, die wir mit allen mal wieder ganz analog und von Angesicht zu Angesicht führen konnten. Das hat die sozialen Akkus wirklich mal wieder aufgeladen.

Den Sonntag haben wir dafür ruhiger angehen lassen und erst mal die restliche Weihnachtsdekoration wieder in den Kisten verschwinden lassen.
Der heutige Montag war fast so, wie ich es mir vorgestellt habe. Zumindest konnte ich einen Großteil meiner ToDos in time abschließen und die nächsten Tage sind auch schon grob verplant — aber eben auch so, dass noch Zeit für spontane Anliegen meiner Kolleg:innen bleibt.
Das ist ja auch wichtig.

So, und nun widme ich mich mal wieder der täglichen Hausarbeit.
Irgendwas gibt es ja immer zu tun.

Mittwoch, 18. Januar 2023

InzidenzHeutein 2022in 2021
Hamburg571.180,6 ↑111,5 ↓
Deutschland80,1553,2 ↑
Kleine Corona-Statistik des Tages

Irgendwie zieht sich dieser Monat recht konstant hin.
Wenngleich heute schon Mittwoch ist, ist gleichzeitig leider auch erst Mittwoch.
Und sogar erst Mitte Januar, während sich die Welt da draußen eher anfühlt wie Ende Januar.

Wie auch immer, der Dienstag ist vergangen und die Infektionszahlen sind aktualisiert worden.
Wie ich finde, sieht man daran recht deutlich, dass nicht mehr ausreichend getestet wird.
Insbesondere in Anbetracht der Tatsache, wie viele Infektionen gerade so im Kolleg:innen- und Bekanntenkreis unterwegs sind.

Durch die Fußball-Europameisterschaft im Jahre 2021 sind Untersuchungen zufolge übrigens etwa 840.000 Neuinfektionen aufgetreten. Aber das interessiert inzwischen wohl niemanden mehr; schließlich haben wir jetzt Freiheit und Eigenverantwortung.

Ansonsten bemerke ich, dass der persönliche Akku irgendwie leergelutscht ist.
Seit der Überstunden-Offensive der letzten zwei Monate hat sich Schluck für Schluck, Stunde für Stunde, meine innere Reserve verabschiedet und ich muss nun wohl dringend erst mal wieder schauen, wie ich das neben der regulären Arbeit und all den anderen Verpflichtungen wieder klammheimlich aufgefüllt bekomme. Aber auch das werden wir noch hinbekommen.

Donnerstag, 19. Januar 2023

InzidenzHeutein 2022in 2021
Hamburg49,41.337,1 ↑104,5 ↓
Deutschland74,8584,4 ↑
Kleine Corona-Statistik des Tages

Ich war heute im Büro. Also, so richtig. Mit allem drum und dran. Ordentlich anziehen, das heimische Büro abbauen und sicher in der Tasche verstauen, den Bus nehmen, in die U-Bahn umsteigen und den Rest laufen und alles wieder aufbauen.
Eigentlich stand heute nämlich ein Präsenzmeeting an, aber von den knapp zehn Teilnehmenden fanden sich dann nur drei online ein und das Meeting war binnen weniger Minuten vorüber. Naja.

Dafür konnte ich mal wieder das Haus verlassen (das erste Mal seit dem samstäglichen Wochenmarktbesuch) und mit eigenen Augen sehen, wie weit es da draußen her ist, mit der Einhaltung der aktuell gültigen Corona-Schutzmaßnahmen.
Nicht so dolle.
Die Maskenpflicht im ÖPNV soll ja nun auch in Hamburg bald fallen und einige Mitmenschen haben damit schon mal angefangen. Die Quote der Maskenverweigerer ist deutlich gestiegen.

Da passt es nur gut in den Kram, dass unser Bundesarbeitsminister Hubertus Heil heute verkündet hat, er plane die „Sonderregeln am Arbeitsplatz zum Schutz vor einer Corona-Ansteckung“ zum 2. Februar zwei Monate vor der eigentlichen Ablauffrist zu beenden.
Warum?
Weil die Maßnahmen funktionieren.

Naja, das kennen wir ja schon aus den anderen drei Jahren der Pandemie, nicht wahr? Alles was funktioniert, wird abgeschafft. So ist wohl der Lauf der Dinge.
Vielleicht klemme ich im Büro morgen auch einfach mal eine API ab, weil sie ja funktioniert hat.

Die deutsche Krankenhausgesellschaft fordert derweil auch vehement ein vorzeitiges Ende der Maskenpflicht im Gesundheitssektor — da bin ich immer noch nicht überzeugt von, aber wen juckt das schon.

Aber hey, dafür ist der Umsatz der „Top-Fußballvereine“ wieder auf Vor-Corona-Niveau und auch das Gastgewerbe hat 2022 schon wieder „stark aufgeholt“.

Die immer rarer werdenden PCR-Tests finden nun auch Widerhall in der Corona-Warn-App: dort kann man nun nämlich alle 90 Tage auch einen positiven Selbsttest hinterlegen und so seine App-Kontakte warnen. Mal schauen, wann die ersten Leute das benutzen und meine App wieder rot wird.
Wobei ja auch die Selbsttestrate letztlich deutlich zurückgegangen ist.

China ist derweil der Meinung, es habe den Höhepunkt der Corona-Infektionswelle erreicht.
Aber ohne auch nur halbwegs genaue Zahle, kann man natürlich behaupten, was man möchte.

Ich freue mich nun jedenfalls auf meinen morgigen HomeOffice-Tag, einen erfolgreichen Wochenabschluss, für den ich heute (und eigentlich auch die ganze Woche schon) recht vielversprechend die Weichen gestellt habe und für das Wochenende habe ich mir vor allem Entspannung und Selfcare verschrieben.

Freitag, 20. Januar 2023

InzidenzHeutein 2022in 2021
Hamburg45,21.476,3 ↑98,4 ↓
Deutschland72,6638,8 ↑
Kleine Corona-Statistik des Tages

Da ist es heute nun tatsächlich schon der vierte Eintrag in dieser Woche im Corona-Tagebuch!
Dabei ging ich fest davon aus, dass der Januar deutlich ruhiger ablaufen wird, aber wie das mit Corona eben so ist — schwer planbar!

Kommen wir also direkt zu den harten Pandemie-Fakten für heute: Deutschland hat ein nicht zu vernachlässigendes Maskenproblem!
Mehrere Bundesländer mussten in Summe über 17 Millionen FFP2-Masken wegwerfen, weil sie abgelaufen waren. Baden-Württemberg, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern haben die Masken schon verbrannt (hoffentlich ist wenigstens Strom oder Heizenergie draus geworden und nicht blß CO2 in der Luft) und auch der Bund hat schon knapp eine Million Masken „energetisch verwertet“, wie sie zu sagen pflegen.

Energetisch verwertet. Das muss ich mir mal merken. Ich werde in Zukufnt auch kein Benzin mehr verbrauchen, sondern es energetisch verwerten. Und wenn ich koche, verbrauche ich auch keinen Strom mehr, sondern verwerte ihn energetisch. Klingt doch viel besser!
Schade, dass wir keinen Kamin haben, sonst könnte ich auch Holz energetisch verwerten.

Jedenfalls waren das FFP2-Masken im Gegenwert von etwa sechs Millionen Euro.
Schade um das schöne Geld.
Aber wenn man schon schlechtes Geld (im wahrsten Sinne des Wortes) verbrennt, dann sollte man tunlichst auch noch gutes Geld hinterherwerfen. So lernt man es wohl in der Politik.
Denn bei den damaligen Ausschreibungen zur Maskenbeschaffung hat die Bundesregierung so eine Art „Persilschein“ ausgestellt:

Das Ministerium versprach [in einem Open-House-Vertrag] jedem, der bis Ende April 2020 mindestens 25.000 Masken liefern kann, diese in unbegrenzter Menge abzunehmen – für 4,50 Euro pro FFP2-Maske.

Tagesschau.de vom 20.01.2023


Das dafür zur Verfügung stehende Budget von 500 Millionen Euro wurde durch Lieferungen im Wert von insgesamt 6,4 Milliarden Euro dann auch nur ganz geringfügig überschritten.
Und die Lieferanten wollen nun irgendwann auch mal das Geld für die inzwischen verbrannten Masken sehen. Insbesondere während der Pandemie gewinnt man mehr und mehr den Eindruck, in einer Tragikomödie zu leben.

Apropos: In den Jahren 2020 bis 2022 sind nach Daten des ifo Instituts in Deutschland rund 180.000 Menschen mehr gestorben als zu erwarten gewesen wären.
Und DAK ermittelt, dass der Krankenstand im Jahre 2022 mit 5,5 Prozent den bisher höchsten Wert seit Start der Analysen 1997 erreicht hat.

Wie dem auch sei, der letzte Bürotag in dieser Woche lief fast wie geplant ab, die ToDo-Liste ist geleert und für die nächste Woche schon erstbefüllt. Das Wochenende kann also kommen!
Und ob sich die Mehrarbeit der letzten zwei Monate gelohnt hat, dass muss wohl jeder für sich entscheiden. Zumindest für die Firma ist am Ende alles gut ausgegangen und das ist ja wohl am Ende immer noch das, worauf es ankommt, nicht wahr?

Montag, 23. Januar 2023

Knapp Ende Januar haben wir nun und gedanklich, vielmehr planungstechnisch, bin ich schon längst im Februar angelangt. Da beschleicht einen das Gefühl, der Kalender hinke hinterher, was natürlich nicht so ist, aber dennoch.
Und wenngleich es heute keine neuen Inzidenzen zu berichten gibt, die ohnehin völlig unwirklich sind, so hat sich zum Montag hin doch ein bisschen was getan in Sachen Corona:

Nach einer neuen Studie sind etwa 10 Prozent aller Infizierten von Long-COVID-Symptomen betroffen. In Summe sollen das immerhin 65 Millionen Menschen sein.
Das könnte noch böse werden, denke ich mir so und bin froh, dass unsere Infektion — zumindest augescheinlich — glimpflich ausgegangen ist.
Dass ich nun in letzter Zeit leichter kränkele, verdränge ich an dieser Stelle lieber einmal.

Und zumindest auf den Intensivstationen sei Corona derzeit kein Problem mehr.
Zwar sind noch allerlei Betten belegt, sowohl die Auslastung als auch die Neuaufnahmen sind jedoch zuletzt zurückgegangen. Das lässt doch hoffen.
Es läuft wohl sogar so gut, dass der Verband der Hausärzte fordert, die Maskenpflicht in den Arztpraxen aufzuheben. Also der Ort, an dem sich alle Erkrankten erst einmal versammeln. Voll die blöde Idee, finde ich.

Mit Sorge blicker ich derzeit jedoch nach Davos. Denn dort findet derzeit das Weltwirtschaftsforum statt, und zwar unter höchsten Corona-Sicherheitsvorkehrungen-
So kommt man nur mit negativem PCR-Test rein, überall stehen Luftfilter (die im Gegensatz zu den Schulen sogar eingeschaltet sind, wohl sogar mit neuen Filtern laufen!) und es gibt strenge Nachverfolgungsregeln und Maskenpflichten.
Wird im Verlaufe der Konferenzt beispielsweise ein:e Teilnehmer:in positiv, wird automatisch der Zugang zur Veranstaltung gesperrt.

Dafür, dass Corona angeblich vorbei ist, endemisch, oder was auch immer, ist das ein ganz schöner Aufwand. Im Büro gehen derweil die Zweit- und Drittinfektionen um.
Und die Leute sind wirklich dolle krank. Nichts mit leichtem Schnupfen oder so.
Die Entwicklung finde ich höchst besorgniserregend.
Nur machen … kannste nix.

Deshalb haben wir uns am Wochenende auch unserem persönlichen Seelenheil gewidmet und waren dabei außerordentlich erfolgreich!

Gusseiserner Mörser von Skeppshult aus Schweden
Gusseiserner Mörser von Skeppshult

Der Samstag ging zunächst wie gehabt für Einkäufe und haushaltsnahe Dienstleistungen drauf, aber wir haben dann noch ein Highlight ergänzt und unsere Küche entrümpelt, gereinigt und neu strukturiert wieder eingeräumt.

Wir haben jetzt wieder ein bisschen mehr Platz und auch der neue Mörser hat seinen Platz gefunden (siehe Bild).
Ich freue mich schon darauf, ihn einmal einzuweihen und damit etwas zu zerkleinern.

Den Sonntag haben wir uns dann bewusst frei genommen und rumgegammelt.
Ausschlafen, in Ruhe frühstücken, bisschen zocken und dann einen gemütlichen Fernsehabend gemacht.
Das hat erstaunlich gut getan und Kraft für die groß angelegte, berufliche Reiserei in dieser Woche gegeben.

Diese Woche ist nämlich wieder eine Menge los und das Motto ist, wie gewohnt, „Gestern ist schon zu spät“.

Also mal schauen, wie ich die Woche so verdaue und wie ich noch so zum Bloggen kommen werde.
Bald steht ja schon der Februar an und ich hadere nach wie vor damit, das Tagebuch enden zu lassen. Schließlich passiert gerade noch mehr als Genug und Corona ist definitiv nicht vorbei, leider.

Mittwoch, 25. Januar 2023

InzidenzHeutein 2022in 2021
Hamburg39,81.999,4 ↑97 →
Deutschland71,2894,3 ↑
Kleine Corona-Statistik des Tages

Im Gegensatz zu den feinen Geistern in Davos, die sich praktisch hermetisch vom Virus abschotten, wird im Rest der Welt fröhlich das Ende der Pandemie propagiert und mit Gewalt durch die Abschaffung aller Maßnahmen und der Wiederherstellung der Normalität herbeigeführt.

Ob der Plan am Ende aufgeht, bleibt abzuwarten.
Mich erinnert das ganze Gefussel erschreckend an „Per Anhalter durch die Galaxis“ und den Satz des Raumschiff-Computer „Die Normalität wurde wiederhergestellt“.

Passend dazu und den restlichen „Freiheitsmaßnahmen“ in Deutschland, werden nun auch im Büro zum 2. Februar sämtliche Maßnahmen fallen gelassen.
Bisher war das Büro noch ein letzter Safe-Space. Rein kam man nur mit tagesaktuellem, negativem Schnelltest und abseits vom eigenen Schreibtisch galt eine Maskenpflicht im gesamten Gebäude, aber nun hat die Bundesregierung das vorzeitige Ende der Corona-Arbeitsschutzverordnung zum 2. Februar beschlossen.

Hierzu ein weiteres Zitat aus dem Buch:

Ich könnte Dir Deine Überlebenschancen ausrechnen, aber Du wärst nicht begeistert.

Marvin, der Roboter mit dem Hirn in der Größe eines kleinen Planeten

Es wird nun also scheinbar normal im persönlich von mir ermittelten Durchschnitt von sechs Monaten für ein oder zwei Wochen mit Corona auszufallen und so das Risiko für Long-COVID und dauerhaft verminderte Erweberbsleistung zu steigern.
Dann wird anstelle des Bruttoinlandsprodukts eben das Ausfallrisiko gesteigert.
Das „Ender der Pandemie“ hatte ich mir wahrlich heiterer vorgestellt.

Wie auch immer, war ich gestern tatsächlich im Büro. Allerdings bis auf ein paar wenige Kolleg:innen recht alleine, da der Rest — oh Wunder! — krank ausgefallen ist.
Dementsprechend sinnentleert war meine Anwesenheit dort auch. Aber ein paar schöne Videocalls mit dem anderen Standort habe ich gemacht. Immerhin.

Darüber hinaus bin ich auch noch einen ausgebliebenen Unfallbericht vom Wochenende schuldig, den ich schon wieder völlig verdrängt hatte: wie Montag erwähnt haben wir am Samstag ja wieder unseren wöchentlichen Marktbesuch absolviert und uns auf dem Wochenmarkt noch mit Freunden zum Käffchen verabredet. Nun ist es so, dass der Kaffeestand in der Mitte des Marktes platziert ist, direkt an einer der drei Zufahrten. Und an eben jener, leicht zum Markt abfallenden Zufahrt steht auch eine Packstation von DHL und immer samstags zur Marktzeit kommt auch ein großer DHL-Transporter, der eben jene Packstation entleert und gefüllt. Der liebe DHL-Bote hat dieses Mal nur leider vergessen seine Handbremse anzuziehen.

Nachdem er seinen Transporter verließ, um die Packstation zu entleeren, machte sich der gelbe Kastenwagen ganz still und leise rückwärtig auf den Weg in die kaffeetrinkende und einkaufende Menschenmenge!
Ich habe den Wagen anrollen sehen und wollte gerade laut schreiend darauf zu laufen, als mir der glücklicherweise im Weg stehende Transporter einer Marktbeschickerin ins Auge fiel, in den sich der Transporter dann auch wenige Augenblicke später unter großem Krachen, Quietschen und Knallen hineinbohrte. Außer Spesen, nichts gewesen — was ein Glück!

So, genug vom Wochenende, widmen wir uns wieder dem heutigen Wochentag und der Büronachricht, die mir wieder zu Überstunden verholfen hat: Microsoft Teams hatte heute mit teilweisen Ausfällen zu kämpfen.
So schlimm, dass wir unseren abteilungsübergreifenden Update-Call verschieben mussten und ich die darauf basierende Arbeit dementsprechend erst viel später abschließen konnte.

Und auch in Sachen Corona blieb Die Welt nicht untätig:
Ab dem 1. Februar 2023 müssen sich Infizierte in Nordrhein-Westfalen nicht mehr in Isolation begeben.
Niedersachsen und Sachsen-Anhalt verfahren ebenso und ich weiß nun schon wieder gar nicht mehr, wer wann wo wieso was tun muss. Also ist eigentlich wieder alles wie immer in der Pandemie.

Dafür wurden in der „Maskenaffäre“ nun mehrere Menschen in Untersuchungshaft genommen — mal schauen, was sich da wie aufklären lässt und wie der Schaden repariert werden soll.

In Nordkorea führt eine mysteriöse Atemwegserkrankung zu einem Lockdown in Pjöngjang — Corona kann es ja nicht sein, denn das wurde ja schließlich in Rekordzeit besiegt.

Wenigstens Hamburg plant die Abwasseruntersuchungen noch eine Weile lang fortzuführen.
Leider verraten sie nicht, ob sie daraus auch Maßnahmen ableiten wollen oder das Unheil einfach nur dokumentiert wissen wollen. Ist ja inzwischen auch alles egal.

Ich gehe jetzt die Küche putzen, dann kochen und dann entspannen, denn morgen ist schon wieder ein Präsenztag anberaumt worden und da muss ich fit und ausgeschlafen sein, damit ich das Chaos, den Lärm und das Gedränge (vor allem während der Pendelei) ertragen kann.

Freitag, 27. Januar 2023

InzidenzHeutein 2022in 2021
Hamburg41,92.124,8 ↑101,3 ↑
Deutschland78,51.017,4 ↑
Kleine Corona-Statistik des Tages

Ich dachte mir so zum Wochen- und quasi ja auch Monatsausklang ist noch mal ein Eintrag im Tagebuch fällig. Verglichen mit den Werten der Vorjahre sind die aktuell eher zufällig ermittelten Inzidenzzahlen ja ein wahnwitziger Witz!

Dazu passt dann ja auch ganz gut, dass nunmehr sogar in Hamburg zum 1. Februar ebenfalls die Isolationspflicht bei einer Infektion ausfällt. Infizierte können dann also draußen, ohne Masken, mit allen anderen Menschen zusammen herumlaufen und alle können sich munter gegenseitig anstecken. Aber da nicht mehr getestet wird — weder offiziell noch privat mittels Schnelltests — und auch in den Büros die Arbeitsschutzmaßnahmen abgeschafft werden, wird man von der erneuten Zirkulation des Virus gar nichts mehr mitbekommen.
Dementsprechend dünn wird in den nächsten Wochen dann wohl auch die Nachrichtenlage zu Corona werden und ich kann besorgt mein Tagebuch einem Ende zuführen.
Hatte ich mir zwar anders gedacht, aber dann ist es eben so. Eigenverantwortung it is, mal wieder.

Während ich hier sitze und schreibe, berät die WHO darüber, ob Corona noch ein Anlass für den „internationalen Gesundheitsnotstand“ ist oder eher doch nicht mehr und es macht die Nachricht die Runde, dass der Bund während der Pandemie bisher für rund 13,1 Milliarden Euro Impfstoffe bestellt hat.
2021 hat eine Impfstoffdosis noch € 15,50 gekostet und 2022 waren es schon € 23,20.
Wieviele Dosen davon inzwischen unverimpft entsorgt wurden, müsste mal jemand nachrechnen — aber vielleicht will man das auch besser gar nicht wissen.

Übrigens ist heute ein besonderer Tag: auf den Tag genau vor drei Jahren wurde die erste Infektion in Deutschland bekannt.

Gestern war ich im Büro und hatte sogar einen relativ produktiven Tag. Heute aber mal wieder in Ruhe HomeOffice und den größten Anteil der Arbeit erledigen. Das sieht so weit ganz gut aus und ich kann wohl unbesorgt ins Wochenende entschwinden. Die paar Tage sollte kein Drama mehr passieren können.

Das Wochenende ist dann auch gespickt mit Aktivitäten. Direkt morgen stehen mehrere Einkäufe als Vorbereitung auf den Montag an, Sonntag dann die Vorbereitungen an sich und am Montag erwarten wir viel Besuch mit dem wir dann einen kleinen Ausflug machen, den wir eigentlich schon im letzten Jahr machen wollten, ihn jedoch zunächst wegen Corona und dann wegen RSV mehrmals verschieben mussten.
Nun soll es aber wohl wirklich mal so weit sein!
Sofern ich noch Zeit finde, werde ich berichten!

 

Dienstag, 31. Januar 2023

InzidenzHeutein 2022in 2021
Hamburg39,72.104,8 ↓88,6 ↓
Deutschland82,71.176,8 ↑
Kleine Corona-Statistik des Tages

Unser Montag fand bedingt durch den gestrigen urlaubs- und Ausflugstag ja erst heute statt und man, was für ein Montag das heute war!
Irgendwie wollte nichts so richtig sauber durchlaufen und egal welchem Projekt (und da gibt es ja mehr als reichlich zur Auswahl) man sich gewidmet hat, alles wurde kompliziert.
Selbst das an und für sich einfache Hinzufügen einer simplen Zeile Text zu einer Webseite wucherte in einen mehr als einstündigen Call aus — und ganz gelöst ist das Problem immer noch nicht. Anstatt mich meinem Wunschprojekt zu widmen habe ich den Tag nun also widerwillig mit lauter Kleinkrams verbracht. Das Fazit dieses Tages ist damit ernüchtern unproduktiv — zumindest in meinen Augen. Hoffentlich wird es morgen besser.

Dafür hatten wir gestern einen sehr schönen Tag mit unseren Freunden und ihren Kindern!
Wir waren im Miniaturwunderland! Da war ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr!
Als ich das letzte Mal dort war, gab es noch lange keine iPhones und man, was haben die in der Zeit auf die Beine gestellt! Wer länger nicht mehr dort war, sollte da unbedingt mal einen interessanten Nachmittag genießen! Es gibt unglaublich viel zu gucken, zu drücken und zu staunen.
Für meinen Geschmack ist die reine Modelleisenbahn ein wenig zu sehr in den Hintergrund geraten und der Fokus liegt zum großen Teil auf der Kulisse.
Die Kiddies hatten jedenfalls richtig viel Spaß und konnten auf dem Weg dorthin sogar das erste Mal U-Bahn fahren — na wenn das nichts ist!
Und wir haben es auch ganz gut ausgehalten, all die Stunden mit Maske herumzulaufen. Aber gut 99% trugen gar keine Maske mehr.

Ich weiß gar nicht mehr, ob ich das schon erwähnte: aber während ab morgen nun fast überall die Maskenpflicht aufgehoben wird, müssen neue Kfz-Verbandkästen verpflichtend zwei FFP2-Masken enthalten.
In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen endet die Isolationspflicht ebenfalls morgen und in den USA enden sowohl der nationale Notstand als auch der Gesundheitsnotstand am 11. Mai 2023 — für die Weltgesundheitsorganisation dauert die Pandemie aber noch an; zumindest auf dem Papier.

Und morgen starte ich dann den wohl letzten Artikel in meiner Corona-Tagebuch-Reihe und mache damit die drei Jahre voll.

Recherche-Quellen für mein Corona-Tagebuch

InformationQuelle
Tägliche Nachrichten aus NorddeutschlandNDR Info
Allgemeine Nachrichten aus DeutschlandTagesschau „Coronavirus“
Infektionszahlen aus Deutschland & HintergrundinformationenRobert Koch Institut (Dashboard)
Infektionszahlen aus der WeltGoogle News COVID-19 Map,
John Hopkins University
Corona-Tweet des TagesTwitter
Virologische Hintergrundinformationen„Coronavirus-Update“-Podcast von Dr. Christian Drosten
Informationen zur Corona Warn AppProjektwebseite
Song-EinbettungenQuarantäne-Playlist bei AppleMusic
Sieben-Tage-Inzidenz-GrenzwertBerechnung der 7-Tage-Inzidenz
Corona-Hotspots in DeutschlandHotspot or not?
Auslastung der IntensivstationenKlinik-Monitor Deutschland
Status der Impfungen in DeutschlandRobert-Koch-Institut
Impfdashboard
G-Regelungen (3G(Plus), 2G(Plus))Überblick der G-Regelungen
Quellenverzeichnis mit praktischen Links zur Coronavirus-Pandemie; wird fortlaufend aktualisiert.
Hinweis: alle Fallzahlen basieren auf den Angaben der hier verlinkten Quellen, sind ohne Gewähr und unterliegen den Schwankungen der lokalen Regierungen.
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