Corona Aktivitätsrisiko-Index

Die von Medizinern (neu gegründete?) Beratungsfirma „COVID19 Recovery Consulting, LLC.“ aus Washington, DC. hat bereits Anfang Juli diesen Jahres einen Aktivitätsrisiko-Index erstellt.

Sie besteht aus Dr. Ezekiel J. Emanuel, Dr. James P. Phillips und Dr. Saskia Popescu.
Dort stellen sie grafisch ansprechend dar, welchem Risiko man sich bei den verschiedenen Aktivitäten, die das heutige Leben so mit sich bringt, aussetzt.

Unter covid19reopen.com finden sich diverse Ressourcen, zum Einen ein allgemeiner Aktivitätsrisiko-Index für den Umgang mit Corona, zum Anderen aber auch für das Ansteckungs-Risiko in Schulen.

Die Risikobewertung richtet sich nach den vier wichtigsten Faktoren:

  1. Drinnen/Draußen
  2. Dauer der Gefährdung
  3. Menge an Menschen
  4. Körperliche Betätigung

Anhand dieser Faktoren wurde ein allgemeines Risiko in eine Art Ampelsystem gegliedert.

Allgemeiner Aktivitätsrisiko-Index

Allgemeiner Corona Aktivitätsrisiko-Index
© COVID19 Recovery Consulting, LLC.

Während alleine Zuhause sitzen oder draußen spazieren gehen nur ein geringes Risiko beinhalten, steigt das Risiko um so mehr, je normaler man lebt.

Verständlich finde ich noch das mittelgroße Risiko sich mit Corona zu infizieren, wenn man draußen im Restaurant sitzt oder den Zahnarzt besucht. Denn insbesondere an diesen Plätzen hat man ja wohl kaum eine Alltagsmaske auf.

Insbesondere hat mich jedoch erstaunt, dass Friseur- und Restaurantbesuche, aber auch das Arbeiten im Büro, bereits als mittelhohes Risiko aufgeführt werden.
Auch überraschend für mich, dass das Nutzen von ÖPNV als hohes Risiko, ebenbürtig mit Konzertbesuchen oder Partys, aufgeführt wird. Ich persönlich hätte das Risiko im Bus mit Maske auf geringer eingeschätzt, als wenn ich mich auf einem Konzert herumtreibe.

Aktivitätsrisiko-Index für Schulen

ko-Index für Schulen
© COVID19 Recovery Consulting, LLC.

Der Aktivitätsrisiko-Index für Schulen ist grob nach dem Schultag gegliedert und beinhaltet den Weg zur Schule und verschiedene innenschulische Aktivitäten. Ich bin überrascht, wie viele Dinge in der Schule doch als risikoarm gelten. Die risikoreichen Schulaktivitäten sind eigentlich so weit einleuchtend.

Charmant finde ich den dezenten Hinweis auf Luftfilter für Innenräume — das wird in Deutschland ja noch nichtmal angedacht. Aber dafür haben wir ja Kohorten.

Wer es gerne etwas interaktiver mag, findet mit dem microCOVID-Projekt ein Tool, um die Risikoeinschätzung individuell in Bezug auf das aktuelle Infektionsgeschehen vor Ort angepasst auszurechnen.

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