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DKMS-Typisierung für Helene aus Hamburg

Am 15. November wurde in Hamburg-Winterhude ein Baby names Helene geboren. Sie hat Leukämie und ist auf eine Knochenmarkspende angewiesen. Am 13. Februar findet in der Bucerius Law School in der Jungiusstraße in Hamburg die Typisierung für die Datenbank des DKMS statt und ich möchte an dieser Stelle dazu aufrufen, am kommenden Freitag zwischen 14:00 und 20:00 Uhr dorthin zu kommen. Ich selbst werde nach Feierabend dort aufschlagen. Auf Weltretter.org habe ich auch ein entsprechendes Projekt gestartet, an dem ihr gerne mitwirken könnt. Die Typisierung um festzustellen, ob Du als Spender geeignet bist ist völlig harmlos und mal eben in der Mittagspause erledigt, doch viele haben Angst davor in die Datenbank der möglichen Knochenmarkspender aufgenommen zu werden, haben Angst davor, dass es dazu kommt und sie wegen einer Spende angeschrieben werden. Was ist, wenn mein Knochenmark jemandem das Leben retten könnte, ich aber Angst vor der Spende habe? Da ich in selbst in Hamburg lebe und Helene quasi meine Nachbarin ist, tangiert mich dieser aktuelle Fall natürlich besonders und ich habe mich aus diesem Anlass genauer über die Knochenmarkspende informiert und auch mit einem Spender gesprochen. Das Risiko bei einer Spende zu sterben oder bleibende Schäden davon zu tragen ist minimal und es ist noch nichtmal unbedingt eine Vollnarkose notwendig. Man bekommt ein paar Tage lang Medikamente, die die Blutstammzellen dazu anregen vom Knochenmark in die Blutbahn überzuwandern und von dort werden sie mit einer Art Dialysemaschine in vier Stunden herausgefiltert. Man investiert also ein paar Pillen und eine längere „Blutspende“. Keine Vollnarkose, keine Markbohrungen. Wie läuft das Ganze ab?

  1. Typisierung
    • Bei der Typisierung lutscht ihr für ein paar Minuten auf einem Wattestäbchen rum. Anhand der Speichelprobe kann euer Stammzellentypus bestimmt werden
  2. Aufnahme in die Datenbank der DKMS
    • Eure Daten werden in die Datenbank eingetragen und stehen somit weltweit allen Leukämiekranken zur Verfügung, d.h. ihr helft nicht nur Helene sondern Tausenden von Menschen!
  3. Abgleich mit Patientendaten
    • Eure Daten werden mit den Daten von Helene und anderen Leukämiekranken abgeglichen
  4. Bei Übereinstimmung ansprache des Spenders
    • Sollte euer Typus auf den eines Patienten passen, werdet ihr gesondert angeschrieben. Der Patient weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ein Spender gefunden wurde, sodass ihr immer noch abspringen könnte, wenn euch die Entnahme nicht geheur ist!
  5. Genauere Untersuchung des Spenders
    • Wenn ihr euch zur Spende entschlißet, findet eine genaue ärtzliche Untersuchung statt um Risiken auszuschließen
  6. Vorbereitung des Spenders für die Knochenmarkspende
    • Wenn die ärtzliche Untersuchung positiv verläuft und ihr als Spender geeignet seid, werdet ihr erneut gefragt, ob ihr spenden wollt. Wenn nicht, könnt ihr immer noch abspringen. Wenn ihr weitermachen wollt, wird der Patient informiert und ihr werdet auf die Spende vorbereitet.
  7. Vorbereitung des Patienten für die Spende
    • Beim Patienten müssen die kranken Stammzellen abgetötet werden. Wenn ihr jetzt abspringt, stirbt der Patient binnen weniger Tage. Ich möchte euch damit keine Angst machen, sondern nur den Ernst der LAge unterstreichen. Hier geht es darum Leben zu retten!
  8. Entnahme der Blutstammzellen
    • Bei euch werden die Stammzellen entnommen, entweder unter Vollnarkose oder ambulant mittels Blutfilterung.
  9. Transplantation der Stammzellen
    • Die Stammzellen werden ganz schnell zum Patienten gebracht und transplantiert
  10. Nachsorge für Spender und Patient
    • Ihr werdet umsorgt und bekommt nach einigen Wochen Bescheid, wie es dem Patienten geht.

Das klingt alles sehr ernst und das ist es auch. Ihr bekommt die Möglichkeit jemandem das Leben zu retten ohne euer eigenes auf’s Spiel zu setzen. Eine Knochenmarkspende ist aufwändiger als eine Blutspende und auch riskanter. Deshalb gibt es auch die vielen Untersuchungen und Vor-/Nachsorgen. Damit wird sichergestellt, dass sowohl Spender als auch Patient alles heil überstehen. Ich hoffe mit diesen von mir zusammengetragenen Informationen konnte ich euch die Angst nehmen. Weitere Informationen und ein paar Bilder der Aktion in Hamburg findet ihr hier!

Letzte Überarbeitung des Artikels: 19. April 2014


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“DKMS-Typisierung für Helene aus Hamburg”

  1. Dennis sagt:

    Moin,

    ich würde gerne versuchen, auch dabei zu sein. Ich muss allerdings eingestehen dass ich ein wenig Gummi in den Knien habe, diesbezüglich. Wenn Du einen genaueren Zeitpunkt hast, an dem Du dort bist, könntest Du das hier ins Blog stellen?

    Viele Grüße
    Dennis

  2. Bastian sagt:

    Naja,

    ich werde so zwischen 19:00 und 20:00 Uhr dort sein.
    Brauchst aber nicht nervös zu sein, die Typisierung ist ja nur eine Speichelprobe 😉

    Würde mich freuen Dich Freitag zu sehen

    Gruß,
    Bastian

  3. Tobias Strauch sagt:

    Wo kann ih mich als Hamburger Typisieren lassen, da ich den Termin am 13. Februar verpasst habe?

  4. Bastia sagt:

    Moin Tobias,

    Du kannst Dir jederzeit unter http://www.dkms.de ein kleines Typisierungs-Set zuschicken lassen und die Typisierung mit Wattestäbchen zu Hause selbst erledigen 🙂

    Vielen Dank für’s Mitmachen!

    Bastian

  5. fabb sagt:

    Hey, ich find es super, dass ihr darauf aufmerksam machst! Ich hab selbst schon Stammzellen gespendet. Einen „kleinen“ Bericht habe ich in meinem Blog hinterlegt. Ein Report wie es laufen kann. Jeder kann helfen!
    http://fab-hit.de/wordpress/?p=90

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