Australien.
Kaum ein Fleck auf dieser Erde der weiter entfernt von dem unsrigen ist.
Und kaum ein Ort, der von uns Europäern mehr mystifiziert und als bessere Welt glorifiziert wird wie das weit entfernte “down under”.
Wen wundert es da, wenn Heerscharen das unbekannte Land auf der anderen Seite der Welt erkunden wollen; auf der Suche nach dem eigenen Glück und insgeheim auch dem eigenen Selbst.
Der perfekte Ort also, um Maurice Sendraks Kinderbuch “Wo die wilden Kerle wohnen” zu verfilmen:
“es sollte ein Ort sein, an dem nur das passiert, was man sich wirklich wünscht.”
Die Geschichte beginnt
Der kleine Max entflieht dem komplizierten Zuhause, mit all seinen Regeln und Konventionen, denen er sich unterordnen muss und landet in der Welt der Monster. Sie krönen ihn zum König, weil er ihnen verspricht die Traurigkeit und Einsamkeit, unter der sie leiden, wegzumachen.
Max krempelt die Welt der Monster völlig um und mit kindlicher Naivität erschaffen sie alle gemeinsam etwas Neues, noch nie dagewesenes! Eine riesige Festung, mit unterirdischen Gängen und einer Aussichtsplattform. Einen Platz, der für alle da ist; da sein sollte.
Doch während der Bauarbeiten kommen die, durch die Beschäftigung verdrängten, Zweifel und Probleme der Charaktere zum Vorschein und brechen aus.
Es gibt Streit, Gehässigkeiten und Gewalt. Die Situation ähnelt der, der Max sich Zuhause gegenübergestellt sah und Max beginnt zu verstehen…
Du kannst Dich verstecken, weglaufen, ablenken — früher oder später wirst Du Deinen Problemen gegenüber stehen und Dich mit ihnen beschäftigen; sie vielleicht sogar lösen.
- inside all of us is…fear
- inside all of us is…hope
- inside all of us is…adventure
- inside all of us is…a wild thing
Was hat sich geändert?
Die Geschichte endet, wie sie angefangen hat.
Aber etwas ist doch anders.
Max hat verstanden, dass er vor seinen Problemen nicht weglaufen kann, weil sie in ihm drin sind und sie ihn überall hin begleiten werden.
Stellt er sich seinen Ängsten? Wir wissen es nicht. Der Film hat ein offenes Ende — so wie das Leben selbst.
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