Ein Sonntagsausflug stand auf dem Programm. Es sollte ein Badeausflug zum Strand werden. An der Ostsee sind wir alle Nase lang unterwegs, daher wollten wir mal wieder die Nordsee besuchen. Doch wohin fährt man da mal? Husum hatten wir schon. Das hatten wir immer nur bei Ebbe gesehen und waren dann fein Schlicklaufen.
Doch jetzt wollten wir ja baden.
Nach weiteren Fahrtwegbetrachtungen und Aufwandsabschätzungen blieben auf unserer Liste noch St. Peter-Ording und Büsum übrig. Bekanntlich soll man ja auf seinen Bauch hören, und mein Bauch rief lautstark nach Krabben. Mit Krabben verbinde ich automatisch Husum oder eben Büsum – mag am *sum liegen.
Da Büsum nun auch noch eine halbe Stunde näher dran war als St. Peter-Ording war die Entscheidung gefallen. Die Tour durch’s wunderschön sonnige Schleswig-Holstein führte uns also nach Büsum.
Der Parkplatz direkt am Strand war schnell gefunden, auch der Zugang zu selbigem und dem Häuschen zum Kurtaxe löhnen.
Drei Euro hat jeder bezahlt…naja, wenn’s dann wenigstens sauber ist.
Obiges Bild zeigt den Blick vom Deich – eigentlich noch sehr hübsch.
Doch was dann folgte hinterließ einen andauernden Schock bei uns:
Hinter dem Deich jedoch offenbart sich das Grauen menschlicher Architektur:

Das Meer ist durch Beton und Teer vom Land getrennt (hier geht das Wasser ausnahmsweise mal nicht bis zum Ufer, Beton und Teer akzeptiere ich nicht als Ufer!) und damit das nicht so auffällt, oder warum auch immer, hat man eine kleine Pfütze eingefüllt, in der die Badegäste waaten und Tretboot fahren dürfen.
Falls das auf dem Bild eben noch nicht deutlich genug herausgekommen ist, das hier soll der Blick auf’s Meer sein:

Der Teer geht direkt bis ins Wasser rein!
Durch die, durch das Sonnenlicht verursachte, Hitze heizt sich der Teer auf, wird weich und beginnt auszudünsten.
Mit anderen Worte: es stinkt am gesamten “Strand” nach Teer!
Zuerst glaubten wir noch uns verlaufen zu haben, aber es waren derart viele Touristen dort, die es scheinbar genosen haben sich mit einem HAndtuch auf die Teerfläche zu legen und zu sonnen und zu baden, dass sie schon alle einen ordentlich Sonnenstich hatten und die Umgebung nicht mehr wahrnahmen – anders kann ich mir die Menschenmengen nicht vorstellen.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass es alles Architekten waren, die mit ihren Familien dort waren um zu zeigen, wie man es nicht macht!
Natürlich ist das alles sauber durchgeplant, es gibt geteerte Wege, Freilicht-Duschen, Imbissbuden und sogar den schon angeführten Tretbootverleih. Achja, Spielplatz gibt’s auch einen; für die lieben Kleinen geteerten Seelen. Statt wutentbrannt unsere Kurtaxe zurückzufordern haben wir versucht das Beste draus zu machen und sind dort etwas spazieren gegangen, haben uns die vielen Leute in Badehose angesehen und versucht herauszufinden, ob die alle Messchugge sind oder nicht.
Ich glaube ja immer noch an einen respektablen Sonnenstich, der Teer heizt sich ja auch mächtig auf. Jedenfalls verstehe ich nicht, wie man sich dort auf den Teer legen kann und sich scheinbar entspannen kann. Es stinkt nach Teer in Büsum!
Wir waren jedenfalls nicht mehr baden:

Wir sind etwa eine Stunde rumgelaufen, sind von einem Schock in den nächsten gefahren und dann wieder nach Hause.
Nächstes Mal geht’s wieder an die Ostsee – da gibt’s schöne Strände!
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0 Kommentare zu Baden am Strand von Büsum
Der “Strand” in Büsum war noch nie schön. Also auf nach St. Peter oder Rømø. Da kann kein Ostseestrand mithalten!
moin “Holiday Service Büsum” und vielen Dank für Deine kurze Gegendarstellung.
Ich bin mir sicher, dass es auch Leute gibt, denen der Büsumer Strand zusagt. Sonst wäre es bei unserem Besuch sicher nicht so voll gewesen
Mir gefällt er jedenfalls nicht.
Liebe Grüße,
Bastian
[...] war ja neulich in Büsum am Strand. Und wer sich den Beitrag durchliest, wird feststellen, dass es mir dort gar nicht gefallen hat. [...]