Ich bin Bus gefahren.
Gänzlich gegen meine übliche Neigung zu Fuß zu gehen oder mich mit dem Vehikel fortzubewegen, bin ich heute morgen in den Bus gestiegen um dem Amt einen Besuch abzustatten.
Schon beim Frühstück hatte ich die Ahnung, dass dies keine gute Idee sei, denn in den Nachrichten berichtete man von Streiks der Busfahrer in Ahrensburg und Pinneberg.
Aber ich möchte ja lediglich innerhalb Hamburgs kutschiert werden – also eigentlich kein Problem.
Da man ja bekanntlicherweise ab zwei Einzelfahrten bereits mit einem Tagesticket günstiger weg kommt habe ich direkt beim Busfahrer eines gekauft.
Vor neun Uhr jedoch kosten diese Prachtstücke satte € 5,80, was ich nicht wusste.
Naja, egal. Draus gelernt.
Also, hin zum Amt, bißchen mit denen rumgetüddelt und wieder zurück zur Bushaltestelle um zur Arbeit zu fahren.
Warten.
Warten…5…10…20 Minuten.
Dann rief eine der mitwartenden per Handy beim HVV an um sich zu erkundigen warum die letzten drei Busse nicht gekommen sind.
Die Streiken.
Ach?
Ich dachte nur Ahrensburg und Pinneberg streiken?
Ja, korrekt, der Bus auf den wir alle gerade warten kommt aus Pinneberg.
Dort wurde vor kurzem der Betrieb wieder aufgenommen (da nur der Berufsverkehr bestreikt wird) und in etwa einer Dreiviertelstunde sollte er bei uns sein.
Erstmal ein Lob, dass der HVV-Mitarbeiter so gut informiert war, inakzeptabel ist es trotzdem.
Also habe ich die Beine in die Hand genommen und bin zur Arbeite gelaufen.
Eine halbe Stunde bin ich zu Fuß unterwegs gewesen, nachdem ich etwa 25 Minuten an der Bushaltestelle verschwendet habe (vom Tagesticket mal ganz abgesehen).
Es regnete.
Ich kam naß, verbraucht und zu spät bei der Arbeit an und machte mir erstmal einen warmen Tee.
Mit dem Auto wäre das nicht passiert!
(Das Amt hatte sogar Parkplätze direkt vor der Tür gehabt)
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