Lange Erfahrungswerte aus meiner Arbeitslosigkeit haben ergeben, dass der Dienstag am besten dazu geeignet ist, einkaufen zu gehen.
Wieso?
Montags
Das Wochenende liegt vor diesem Tag. Kapitalistisch gesehen, charakterisiert sich der Samstag daraus, dass man nur eingeschränkt einkaufen kann.
Der Sonntag hingegen ist gänzlich unwirtschaftlich – die meisten Geschäfte haben geschlossen. Aufgrund der anscheinenden Planlosigkeit der MitbürgerInnen sind deren Vorräte, wenn man sie so nennen mag, aufgebraucht und Neues muss beschafft werden.
Vormittags sind größtenteils Rentner auf der Straße – in aller Gemütlichkeit und Ruhe tragen sie ihre Täschchen durch die Welt. Nachmittags und Abends stürmen dann die berufstätigen das Feld, abgehetzte Gestalten umschwirren einen da.
Des weiteren erschweren einem die Angebote von Lidl das Einkaufserlebnis.
Fazit: Völlig untauglich um effektiv einzukaufen.
Dienstag
Lidl hat seine Angebote schon abgelassen, Aldi ist erst morgen dran. Die Rentner und Berufstätigen haben ihr Lagerdefizit vom Wochenende wieder ausgeglichen und bleiben zu Hause. Die Straßen sind Morgens wie Abends frei, lediglich ein paar vereinzelte Leutchen sind unterwegs.
Fazit: Der beste Tag zum entspannten Einkaufen!
Mittwochs
Die Vorräte von Montag wurden teilweise aufgebraucht – es muss nachgefüllt werden! Außerdem läd Aldi seine Jünger zu einem Angebotsbrunch ein, der selbst bei Lidl noch seines Gleichen sucht.
Manchmal versucht Lidl dennoch mit Extraangeboten einzugreifen – dann ist noch mehr los.
Fazit: Ganz schrecklicher Tag zum Einkaufen, zwar nicht so schlimm wie Montags, aber dennoch nicht ratsam.
Donnerstags
Die zweite Angebotsrunde von Lidl wird gegeben. Rentner sind wieder unterwegs.
Fazit: Ähnlich Mittwochs – nicht zu empfehlen.
Freitags
Vom Freitag ist traditionell nur abzuraten, denn viele Menschen arbeiten entweder nachmittags oder vormittags. Die sind dann unterwegs um dem Samstag ein Schnippchen zu schlagen. Abends ist nachvollziehbarerweise die Hölle los.
Fazit: Gar nicht zu empfehlen – ähnlich Montags
Samstags
Am Samstag leitet der Teufel persönlich die Menschen auf den Straßen. Nichts geht mehr. Über ihn schrieb ich ja bereits an geneigter Stelle. Kapitalistischer Ausnahmezustand. Die ganze Woche wurde geackert wie blöde, und der Samstag geht für’s Einkaufen drauf. Alle sind gereizt, die Parkplätze überfüllt, die Schlangen an den Kassen scheinbar unendlich lang und das Supermarktpersonal unfreundlich. Dazwischen sind Menschen, die passend bezahlen, sich über den Preis mokieren oder etwas umtauschen wollen. Man verlässt um 10:00 Uhr vormittags das Haus und kommt völlig abgekämpft um 16:00 Uhr zurück, läd aus und stellt sich in die Küche. Um 20:00 Uhr endet der Tag dann endllich, auch der Abwasch ist getan und man fällt in den Sessel zum Abendprogramm.
Eine Unterhaltungssendung.
Fazit:Grausamster Shoppingtag. Niemand sollte am Samstag freiwillig vor die Tür treten.
Sonntag
Ganz schlechter Tag zum Einkaufen, denn die meisten Geschäfte haben geschlossen und Tankstellen sind zwar gut sortiert, doch einfach zu teuer.
Fazit: Einkaufen nahezu unmöglich. Zwar noch weniger los als Dienstags, allerdings auch weniger geöffnet.
Aufgrund meiner aktuellen Erwerbslage ist dies nun leider nicht mehr möglich und ich treibe mich, wie alle anderen auch, am Wochenende oder kurz vor Ladenschluss im Supermarkt herum.
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2 Kommentare zu Einkaufen am Dienstag
[...] Eigentlich bin ich ja strikt dagegen Samstags einkaufen (siehe auch meine Beurteilung zum geeigneten Einkaufstag) zu gehen, aber nachdem ich mich mit der Party habe derart ins kalte Wasser fallen lassen, dachte ich mir, “was soll’s, Du hast die Party überlebt, da wirst Du Ikea auf’n Samstag auch locker wegstecken.”. Ich habe nun also noch schnell meinen Gutschein “für eiune Weihnachtsnascherei” ausgedruckt (bekomme ich einmal im Monat per E-Mail) und habe mich auf den Weg zu Ikea gemacht. Die Anreise klappte Reibungslos und auch sonst war gegen 18:00 Uhr nicht mehr allzuviel los . Ich konnte relativ unbesorgt in Ruhe durch die Gänge stromern ohne von allen Seiten angerempelt zu werden und so fand ich das eine oder andere Stück, mit dem sich meine Wohnung auf einfache und unkomplizierte Weise optisch aufwerten lässt. Ich habe auch ein ganz besonderes Stück gekauft, welches ich eigentlich zu einem anderen Zeitpunkt und in anderer Ausführung kaufen wollte, aber bei dem Preis konnte ich mir nicht verkneifen es mitzunehmen. Selbst wenn ich es abbrennen würde, wäre es aufgrund des entstehenden Spektakels nicht zu teuer gewesen! [...]
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